A MAGICAL LIFE
Flur - Druckversion

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Flur - Florence Hvitserkson * - 15.09.2018

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RE: Flur - Florence Hvitserkson * - 15.09.2018

schwangerschaftsfreuden
Florence bittet James um Hilfe | Sonntag, 1. November | nachmittags


Florence war entgegen all ihrer Vorsätze doch schwach geworden und hatte sich in der letzten Woche eins dieser Hochglanzmagazine für werdende Mütter gekauft. Sie besuchte schließlich keine Geburtstvorbereitungskurse und hatte auch sicher keine Zeit für irgendwelche Kaffeekränzchen mit anderen Schwangeren zum angeblichen Erfahrungsaustausch, bei dem ihr wahrscheinlich noch übler werden würde als es ihr sowieso jeden Tag schon war. Es war schon anstrengend genug, dass man ihr die Schwangerschaft inzwischen wirklich ansah und es da nicht mehr viel zu kaschieren gab, so dass selbst vollkommen fremde Menschen sich bemüßigt sahen ihr einen netten Blick zuzuwerfen oder sogar einen Kommentar abzulassen. Und ja, Florence freute sich auf das Baby, freute sich darauf ein Kind zu haben, auch wenn die Umstände so sicher nicht beabsichtigt werden waren, aber dass eine Schwangerschaft so dermaßen anstrengend war, das hatte bisher noch nirgends in dieser scheiß Zeitschrift gestanden. Im Gegenteil, dort wurde nur rumgefaselt von schöner Haut und gesunden Haaren und diesem Glow, der sich über die werdenden Mamis legte und dafür sorgte, dass sie wahrscheinlich den ganzen Tag über Blumenwiesen hüpften. Kein Wort wurde dort darüber verloren, dass auch Schwangere noch Geld verdienen mussten und es wirklich schwierig war Kunden zu verklickern, dass man den Termin nicht wahrnehmen konnte, weil man den ganzen Morgen über der Kloschüssel gehangen hatte oder weil einem die Füße so angeschwollen waren, dass man sich fühlte wie eine lebensgroße Ente und jeder Schritt war so schmerzvoll wie Laufen über Lava. Das alles wurde noch gekrönt von weichgezeichneten Fotos geheimnisvoll lächelnder Frauen, die ihren Bauch streichelten, verträumt am Kochtopf standen oder Babybettchen aussuchten, natürlich betreut von ihren treuen Ehemännern, die mindestens ebenso debil grinsten wie ihre Frauen, bei denen außer des Bauchs rein gar nichts aufgedunsen war.

Ganz sicher hatte Florence dort kein Bild gesehen, dass auch nur im Entferntesten ihr glich - nämlich einer schwangeren Frau, die leise stöhnend auf dem Sofa lag und sich seit drei Tagen nicht hatte ordentlich waschen, geschweige denn das Haus verlassen können, weil ihr jedes Mal, wenn sie es versuchte, nach zwei Minuten schwarz vor Augen war und sie unter kalten Schweißausbrüchen wieder zurück aufs Sofa stolperte. Die nutzlosen Heiler um Mungos hatten sie untersucht und ihr dann mitgeteilt, dass das ganz normale Schwangerschaftssymptome seien, jede Schwangerschaft sei eben unterschiedlich und sie solle sich schonen und sich einfach mal verwöhnen lassen. Die konnten echt froh sein, dass sie ihnen nicht mit dem Magazin eins übergezogen hatte. Sie hatte es mit verschiedenen Vitaminen versucht, aber nach drei Tagen kraftlos auf dem Sofa liegen und ncihts gebacken zu kriegen war ihre Grenze erreicht. Sie war im Kopf ihre Optionen durchgegangen, hatte an ihre Familie gedacht und das sehr schnell wieder verworfen und dann war da ziemlich schnell nur noch eine Person übrig geblieben. Als sie James den Brief geschrieben hatte, war ihr direkt noch schlechter geworden. Allein der Gedanke um Hilfe bitten zu müssen, so elend und ausgeliefert zu sein und ihm auch noch mitteilen zu müssen, wo sie wohnte, schüttelten sie kräftig durch. Aber sie schickte die Eule trotzdem los und James brauchte nicht mal lange, um vor ihrer Tür aufzukreuzen. Florence schleppte sich den Flur und öffnete ihm. "Hallo James", sagte sie etwas steif und hasste alles daran, welchen Anblick sie gerade bieten musste. Glow war da sicher nirgends zu finden. "Danke, dass du gekommen bist, lass uns ins Wohnzimmer gehen, wenn du nichts dagegen hast", redete sie zügig weiter und spürte schon wieder, wie ihr die Beine wackelig wurden.


RE: Flur - James Pawlow - 28.09.2018

» over the edge «
James eilt zur Hilfe || 01. November || Florence‘ Wohnungs


James hatte sich ein bisschen damit abgefunden, dass er nicht mehr von Florence hören würde bis das Baby dann geboren war. Das machte ihm zwar gar kein gutes Gefühl, aber er konnte es auch nicht ändern und er war auch nicht gewillt deswegen jetzt nur noch zu trauern. Deswegen hatte es ihn ziemlich kalt erwischt, dass Florence ihm dann doch einen Brief geschrieben hatte und sie um Hilfe gebeten hatte – damit hatte er nicht gerechnet. Entsetzt und gleichzeitig alarmiert warf er ein paar hilfreiche Zaubertränke in seinen Rucksack und apparierte an die Adresse, wo sich scheinbar ihre Wohnung befand, denn bei ihrem letzten Treffen hatte Florence ihn das ja nicht wissen lassen. Er klingelte und als Florence ihm öffnete, da war er irgendwie nicht gewappnet diese Masse an Bauch zu sehen, bei ihrem letzten Treffen hatte es noch nicht so gewirkt, als wäre da echt ein Baby drin. „Hi“, sagte er atemlos und starrte sie an, auch weil sie verdammt bleich aussah und irgendwie so, als könnte sie jede Sekunde umkippen. Er dachte das noch, trat ein und da sackte Florence ihm quasi entgegen. Überrascht schlang er die Arme um sie und hielt sie so gut er eben konnte davon ab mit voller Wucht auf ihrem Teppich zu landen. „Fuck“, murmelte er, hielt ihren Kopf davon ab an der Wand oder am Boden aufzukommen und sackte mit ihr zusammen auf dem Fußboden runter. „Florence, hörst du mich?“, fragte er und tastete nach ihrem Puls, der zwar da war, aber recht schwach.

Er hielt ihre Beine hoch und nahm noch ihre Hand, um die ein bisschen durchzukneten. Sie regte sich ein bisschen. „Florence, ich bin es, James“, sagte er so beruhigend wie er konnte. „Du hast mich um Hilfe gebeten und ich glaube dein Kreislauf hat versagt“, redete er so beruhigend wie er konnte auf sie ein. „Du bist auch ganz blass, wenn es für dich okay ist, dann würde ich dich erstmal rüber ins Wohnzimmer bringen?“, fragte er und wartete ab ob sie ihn verstand und ihm vielleicht auch eine Antwort geben konnte. Ihr Bauch war so groß auf einmal und irgendwie wurde James klarer wie eine Frau aussah, die im 6. Monat schwanger war und aus seiner Ausbildung hatte er auch auf einmal Bilder im Kopf wie groß das Kind jetzt wohl war und wie es aussehen dürfte. Darauf war er echt nicht vorbereitet. Florence schlug die Augen auf und James war echt froh, dass sie wach schien. „Was für ein Mist“, sagte er, denn das hier war sicherlich alles andere als angenehm für Florence.


RE: Flur - Maleko Álvarez * - 26.07.2019

but we never say never
WE DON’T HAVE THE POWER
BUT WE NEVER SAY NEVER
SITTING IN A SANDPIT, LIFE IS A SHORT TRIP
THE MUSIC’S FOR THE SAD MEN
FLORENCE & MALEKO | Montag, 02. November | nachmittags

Das alles hier, das war für Maleko ein einziger Zwiespalt.

Einerseits hasste er Umzüge, er hasste es, sich an neue Lebensumstände anzupassen. Und sein Leben in Indien hatte er geliebt – ein Leben, aus dem er eigentlich niemals weggehen wollte. Die letzten Jahre waren für ihn absolut perfekt gewesen – mehr oder weniger allein zu leben, wenige Menschen um ihn herum, nur von Yoga und der Kunst zu leben, das alles waren Dinge, die er in einem perfekten Leben einfach brauchte. Und gleichzeitig waren das Dinge, die er nun innerhalb nur weniger Tage einfach hinter sich gelassen hatte, ganz ohne auch nur eine Sekunde zurückzuschauen.

Auf Geheiß des Dunklen Lords war der junge Mann mittlerweile nach London gekommen, um dort im Ministerium zu arbeiten und die Tätigkeiten der Todesser dort zu überwachen. Er hatte sich intensiv mit allem beschäftigt, was hier in den letzten Monaten passiert war, mit den Gesetzen, mit allen Veränderungen und auch mit dem Aufstand der Engländer. Und das war die andere Seite der Medaille: Denn dieses Gefühl, endlich eine wichtige Position für Lord Voldemort zu bekleiden, das war ein wahrer Segen für ihn, eine Erfüllung. Das, was die Leere seines ihm entrissenen Lebens zumindest teilweise zu füllen vermochte. Er war stolz darauf, dass man ihm diese Position anvertraut hatte, dass er jetzt zu denen gehörte, die im Ministerium ganz oben standen. Und trotzdem war London für ihn jetzt erstmal ein großes Rätsel – er war noch niemals länger hier gewesen und obwohl er sich in großen Städten immer schnell recht heimisch gefühlt hatte, brauchte er noch etwas, um sich hier zurecht zu finden. Er zog seine Jacke ein bisschen fester zusammen, um sich vor dem Wind zu schützen. Noch so was, was er in England einfach besorgniserregend fand, das Wetter, die Kälte, den andauernden Sturm.

Mit großen Schritten ging er die letzten Meter auf das Haus zu und blieb schließlich abrupt stehen, um zu klopfen. Der erste Punkt auf seiner Liste für seine ersten Tage in London: Endlich seine Schwester wieder sehen. Er hatte sie nun schon einige Monate nicht mehr gesehen – sie nun endlich wieder in die Arme zu schließen war daher mit Abstand das allerbeste an diesem Umzug. Obwohl sie beide so gänzlich unterschiedlich waren, standen sie sich schon immer sehr nah – dass sie nun endlich wieder in der gleichen Stadt lebten, würde ihr gutes Verhältnis hoffentlich wieder aufleben. Als sich endlich die Tür öffnete, grinste Maleko seiner Schwester entgegen – sie war immer noch wunderschön und sofort durchströmte ihn ein wohliges, ein heimisches Gefühl. Und dann fiel ihm noch ein weiteres Detail ein – war sie etwa…? „Florence, bist du schwanger?!“