14.09.2015, 20:56 - Wörter:
Eingangshalle
am 01.01.1970
22. Juni 1998 || Abends
Léa Dearborne & Ginny Weasley
Es tat Ginny im Herzen weh, wenn sie Léa ab und zu beobachtete. Sie sah so wahnsinnig traurig aus, was sie verstehen konnte. Man verlor nicht alle Tage seine Mutter und sie konnte sich vorstellen, wie viel Schmerz das mit sich trug. Allerdings konnte sie die Gefühle ihrer besten Freundin nicht nachvollziehen. Sie konnte ihr in der Hinsicht nicht wirklich helfen und Ginny würde sie so gerne richtig verstehen. Leider war die Gryffindor nicht so gut darin mit Léa darüber zu reden, es…war einfach schwierig. Sie wusste manchmal nicht, wie sie mit ihr umgehen sollte, was sie tun konnte. Bis jetzt hatte sie probiert mit ihr normal umzugehen und wenigstens dabei hatte Ginny ein gutes Gefühl, sie glaubte, dass Léa das gut tat. Sie merkte zumindest nichts Gegenteiliges.
So wirklich hatten die beiden Mädchen nicht mal über das Geschehene gesprochen. Léa hatte Ginny erzählt, was passiert war, sie hatte probiert sie zu trösten (und hatte sich dabei ziemlich blöd angestellt) und war nun ganz oft damit beschäftigt für Léa da zu sein, etwas mit ihr zu unternehmen und sie abzulenken. Vielleicht würde sie irgendwann bereit sein mit der Rothaarigen darüber zu reden, aber auch wenn das niemals sein würde, war das total in Ordnung.
Ginny war total egal, ob die Teams aufgelöst wurden oder nicht, sie hatten davor so viele Punkte gesammelt, dass sie trotzdem das Recht hatten, dass der Pokal mit Berücksichtigung aller Punkte und Spiele vergeben wurde. Wie sehr sie sich dabei täuschen würde, merkte man einige Sekunden später. Sie war total baff und sauer und enttäuscht. „Was soll das?“, fragte sie nochmal und konnte es nicht glauben. Die Hand ihrer Freundin beruhigte sie zwar ein bisschen, aber wirklich nur ein bisschen. „Ja es ist ein Spannungsbogen! Ich bin angespannt und wenn Blicke töten könnten, dann…“, jeder Slytherin würde tot umfallen, das konnte sie versprechen. Ginny war wirklich wütend und dass Léa sie gerade beruhigen wollte und sich das anhören musste, war eigentlich komplett die falsche Situation. Es müsste anders herum sein.
Léas Worte waren bestimmend aber es war eine hervorragende Idee Nasty an die Gurgel zu springen. Eindeutig! Das hatte sie mit ihrem beschissenen Kommando eindeutig verdient! „Was bildete die sich eigentlich ein, bestimmt hatte sie veranlasst, dass der Pokal an Slytherin ging und hatte auch noch Recht bekommen!“ dieses kleine Püppchen!
Ginny konnte sich da gerade sehr gut reinsteigern. „Das hätte sie eindeutig verdient!“, ließ sie nochmal los um ihrer Wut Luft zu machen. Sie wäre bei der Angeloi eindeutig am richtigen Ort gewesen, aber Léa war offensichtlich klar, dass sich die Rothaarige damit nur lächerlich machen würde. Am nächsten Morgen würde sie ihr sicher auch beipflichten, aber gerade war die Wut zu groß.
Ja, sie wusste eindeutig, wer die bessere Mannschaft war, das stand schließlich auf dem Pergament. Durchgestrichen, aber es stand da! Sie sollte keinen Blödsinn machen… Irgendwie hatte sie aber gerade sehr viel Lust zum Abschluss nochmal die Sau raus zu lassen, wie sie es das Jahr über hin und wieder getan hatten. „Ich kann nicht versprechen was passiert, wenn ich dieser Schlange über den Weg laufe...“, so gehässig war die Gryffindor sehr, sehr selten. Aber beim Quidditch und der Mühen, die sie sich gegeben hatten war das etwas ganz anderes. Sie musste darüber eine Nacht schlafen, dann würde sie wieder wissen, was Richtig war. Ihre Wut gerade definitiv nicht.