04.11.2015, 19:43 - Wörter:
Eingangshalle
am 01.01.1970
22. Juni 1998 || Abends
Léa Dearborne & Ginny Weasley
Léas Kommentar, dass sie Ginnys Fähigkeit feierte brachte die Gryffindor doch tatsächlich zum Lachen. Léa hatte definitiv Recht. In Hogwarts hatte sich einiges verändert, zum Schlechteren und Ginny stand hier und hatte nichts Besseres zu tun als sich über den Quiddichtpokal aufzuregen. Allerdings konnte die Rothaarige auch genau erklären warum sie das tat. „Quidditch bedeutet für mich ein Stück weit auch Hoffnung. Wenn du dir anschaust, wie kaputt diese Welt ist und Quidditch immer noch funktioniert. Es wird demnächst das Pokalspiel geben, und berühmte Quidditchspieler waren hier um Nachwuchsspieler zu begutachten. Irgendwie ist beim Quiddicht noch alles so, wie es sein sollte. Verstehst du was ich meine?“ Ginny wusste nicht so recht, wie sie es ausdrücken sollte. Die Welt war so kaputt und Quidditch ging weiter fast so, als wäre nichts gewesen. „Dass die Puddlemeres und die Harpies da waren, das hat mir wahnsinnig viel Mut gemacht, weil es etwas gab, das uns nicht verboten wurde. Und jetzt sehe ich diesen Plan vom Quidditchpokal und muss wohl einsehen, dass beim Quidditch doch nicht so ganz alles heile Welt ist. Das macht mich traurig und wütend und…“, sie war sich sicher, dass ihre beste Freundin verstand, was sie ihr damit sagen wollte. Es war für Ginny einfach mit vielen Emotionen verbunden und deswegen wurde sie auf einmal SO wütend. Denn an etwas Gutes in dieser Welt musste die Gryffindor einfach glauben und auch festhalten können.
„Hmm, also wenn du mich darin unterstützen MUSST, dann habe ich sehr gute Karten mit einer so guten Komplizin wie dir.“, meinte sie schmunzelnd und zwinkerte Léa zu. Allerdings machte Ginny das ‚nicht-zurück-kehren‘ einiges aus. Sie hing sehr an Hogwarts und der Zeit hier. Klar, sie hatte nur noch ein Jahr, aber das wollte sie auch noch genießen, auch wenn das Genießen für das nächste Jahr mal dahin gestellt war, da das vielleicht überhaupt nicht möglich war. Aber der Gedanke es der Angeloi zu zeigen, mit Plan gefiel ihr. „Aber… lieber nicht…wobei, etwas Kleines vielleicht, was nicht ganz so fies ist, im Moment fallen mir allerdings nur schlimmere Dinge ein, die ich niemandem antun möchte. Darüber werde ich mir heute Nacht mal Gedanken machen.“, denn Nachts hatte die Weasley die besten Ideen.
Diese Doppelhochzeit der Angeloi-Geschwister hatte wohl jeder auf Hogwarts mitbekommen und Ginny schüttelte den Kopf auf Léas Frage hin. „Niemals! Ich will mir meinen Ehemann gerne selber aussuchen können und ich weiß auch genau, wer das sein soll.“ Für Léa ist es kein Geheimnis, dass Ginny seit der ersten Klasse für den Auserwählten schwärmte und sich auch jetzt nicht wirklich jemanden vorstellen kann, mit dem sie ihr Leben verbringen möchte. „Ich könnte mich mit dem Gedanken definitiv nicht anfreunden, wenn mir jemand sagt, wenn ich heiraten sollte. Ich bin auch wirklich froh, dass meine Eltern uns alles offen lassen.“
Was Ginny von Hochzeiten hielt? Sie musste schmunzeln, sie konnte sich schon vorstellen, wie ihre Hochzeit ablaufen sollte. Eher im kleinen Kreis, mit den engsten Vertrauten, es sollte eine kleine Feier am Abend geben, sie wollte gerne Tanzen und einfach nettes Beisammensein, ganz ungezwungen… sie fing schon an zu Träumen. „Ich möchte unbedingt heiraten und ich stelle es mir wunderschön vor. Es muss nicht der schönste Tag meines Lebens sein, wie es manche sagen. Vielleicht gibt es noch viel schönere Tage, der Tag muss mich nicht umhauen. Schön soll er auf jeden Fall sein, aber er muss nicht gezwungenermaßen andere Erlebnisse in den Hintergrund drängen.
Wie sieht es denn bei dir aus?“, fragte sie schließlich und drehte sich von den Quidditchergebnissen weg, damit sie sich aufhörte darauf zu konzentrieren.