01.02.2016, 23:41 - Wörter:
Eingangshalle
am 01.01.1970
22. Juni 1998 || Abends
Léa Dearborne & Ginny Weasley
Selbst jetzt wusste Léa genau, wie sie Ginny aufmuntern konnte. Und das, obwohl sie selbst in einer so schwierigen Lage steckte. Manchmal glaubte Ginny eine schlechte Freundin zu sein, aber dann sagte sie sich wieder, dass Léa wusste, dass sie immer… und zwar wirklich IMMER zu ihr kommen konnte und sie würde IMMER ein offenes Ohr für sie haben. Und zwar NUR für sie. Das wusste Léa und sie war sich sicher, dass sie genau das nutzen würde, wenn ihr danach war. Das musste sich die Weasley immer wieder in Erinnerung rufen, um so zu sein, wie sie gerade, oder auch schon die Tage zuvor zu der Dunkelhaarigen war. Nämlich ganz normal. „Ich hab grad meinen Gefühlen komplett freien Lauf gelassen, sorry.“, sie schmunzelte und zuckte mit den Schultern. So falsch fand sie ihre Worte nämlich wirklich nicht und das machte Léa ihr auch nochmal deutlich. Ja, Quidditch war irgendwie heil.
Sie nickte zustimmend. „Das stimmt, es steht schließlich auf dem Pergament. Disqualifiziert oder nicht, das ist völlig egal.“ Das war es wirklich und den Slytherins war das auch klar, auch wenn sie in deren grinsenden Fratzen sehen musste. Die Umarmung ihrer besten Freundin hatte allerdings mehr Auswirkungen, wie ihr vielleicht klar sein mochte. „Ja, das werden wir auf jeden Fall. Und auch wenn wir nicht mehr hier zur Schule gehen. Die Slytherins hatten es immer schwer gegen uns, all die Jahre. Das wird sich bestimmt nicht ändern. Gryffindors sind stark.“ Irgendwie war Ginny an diesem Abend sehr zu großen Reden bereit. „Das was wir hier veranstalten wird in die Geschichtsbücher eingehen, meine Liebe. Hogwarts in Aufruhr. Schüler Duellieren sich auf den Gängen. Soweit ich weiß hat es das in solchen Ausmaßen wie in diesem Jahr noch nicht gegeben. Vielleicht sollten wir beide Autoren werden und genau DAS Geschichtsbuch schreiben.“ Ginny grinste. Irgendwie schien ihr der Gedanke zu gefallen. „Meinst du das kommt groß raus?“, natürlich meinte sie das nicht ganz so ernst, obwohl ihr die Idee gefiel.
Fiese Ideen gegen Slytherins kamen auch nicht von heute auf morgen. Die Besten kamen in kreativen Phasen, in der Ginny zwar irgendwo gerade schon steckte, aber nicht im Bezug auf Slytherins-Necker-Argerei.
Das Thema um Hochzeiten schien Ginny aber ziemlich abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen. Sie dachte so gerne an Harry, auch wenn es irgendwo weh tat und sie konnte sich keinen anderen Ehemann in ihrem Leben vorstellen. Die Rothaarige fing an zu grinsen. Ja, sie war tatsächlich eine Romantikerin und träumte jetzt schon von einer wunderschönen Hochzeit. Anschließend folgte ein vielsagendes Grinsen und sie errötete, als sie Léas Anspielung vernahm. Vielleicht war es manchmal nicht gut, dass sie sich so auf Harry fixierte. Aber sie hegte einfach schon so viele Jahre etwas für ihn und ihrer Meinung nach war er der Grund dafür, warum es mit den anderen nicht geklappt hatte. Und nach der Beziehung mit ihm und dem Zeichen zu warten… Andere würden sie diesbezüglich naiv nennen, aber Ginny wartete tatsächlich auf Harry und sie war sich so sicher, dass er sie niemals verletzen würde. Sie vertraute ihm.
„Ach, wie war das nochmal mit Jamie?“, fragte sie nochmal nach und überlegte kurz „Oder Anthony, der ist doch ganz knuffig!“ Würde Ginny vielleicht gerade anfangen Verkupplungspläne anzufangen?