20.01.2017, 23:46 - Wörter:
Eingangshalle
am 01.01.1970
or were you dancing
in the sun
02. september 1998 | ava & santana
Santana machte sich direkt ein bisschen Sorgen, ob Ava überhaupt nochmal zu Luft kommen würde. Sie fing sofort so schnell an zu reden und schien dabei nicht mehr mit den Augen zu klimpern oder zu atmen. Santanas Augenbrauen wanderten daher sofort etwas höher und sie betrachtete ihre Freundin misstrauisch. Als Ava fragte, ob Ana sich noch an Raven und das damit zusammenhängende Drama erinnerte und die Dunkelhaarige nickte sofort. Natürlich erinnerte sie sich. Wie hätte sie das auch vergessen können? Sie selbst hatte mit Raven zwar nie sonderlich viel zu tun gehabt, aber dafür eben mit Ava. Und so hatte sie die ganze Geschichte – wirklich traurige Geschichte dazugesagt – um Raven wohl mitbekommen. Außerdem war es natürlich in jeder Zeitung berichtet worden.
Sie hörte sich den ganzen Bericht bis zum Ende an und atmete dann erstmal tief durch. „Wow.“, sagte Ana knapp und schüttelte etwas den Kopf. „Also erstmal … ist es echt krass, wie sie momentan drauf ist. Aber … tut mir leid, das so hart sagen zu müssen, aber ich glaube sie will sich nicht helfen lassen. Da könntest du genauso gut mit einer Wand kommunizieren.“, meinte sie ehrlich und seufzte. Santana wusste, dass das wahrscheinlich nicht das war, was Ava hören wollte, aber sie wusste auch keinen guten Rat. „Ich meine, ich will Raven nicht in Schutz nehmen, aber ich denke sie kann gerade einfach keine richtige Freundschaft zulassen. Vielleicht kann sie generell nichts Gutes zulassen, weil sie dann Gewissensbisse hat.“ Santana zuckte mit den Schultern. Das waren natürlich nur grobe Vermutungen und sie kannte Raven überhaupt nicht, weswegen sie das wirklich nicht beurteilen konnte. Aber sie wollte auch Ava helfen, zu verstehen, was hier vielleicht gerade los war. „Ich sag nicht, dass du sie deswegen aufgeben sollst. Oder dass es dadurch weniger scheiße ist. Das ist es nicht.“, beeilte Ana sich noch hinterherzuschieben. Sie zuckte mit den Schultern und seufzte wieder. „Vielleicht braucht sie noch mehr Zeit.“, sagte Ana noch und lächelte aufmunternd.
Doch offensichtlich brachte das nicht viel, denn kurze Zeit später brach Ava in Tränen aus. Oder ihr lief wenigstens die ein oder andere Träne aus den Augen. Santana seufzte und sah ihre Freundin traurig an. „Och Ava.“, meinte sie seufzend und zog die Hufflepuff in ihren Arm. „Das wird sich früher oder später sicher regeln. Sei nicht zu traurig.“ Santana strich ihrer Freundin leicht übers Haar und seufzte nochmal. Es tat ihr wirklich leid, doch sie konnte auch nichts ändern. Sie war so hilflos!