30.10.2018, 15:24 - Wörter:
Die Ruine
am 01.01.1970
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER
John nickte langsam, bei der Erklärung von Sevilla. „Ja, leuchtet ein.“, erwiderte er sehr langsam und erlangte erst während er sprach die volle Erkenntnis. „Weil alle gruselig verkleidet sind, wegen Halloween.“, ergänzte er das und sah Sevilla irgendwie fragend an. Vielleicht war er sich nicht sicher, ob er das wirklich verstanden hatte …
„Ich brauche keine Brille.“, sagte John sofort empört und deutete mit seinen Händen an Sevilla von oben nach unten. „Du siehst echt verdammt scharf aus. Verdamm-mmm-mmm-t.“ Das sagte er hauptsächlich, weil er betrunken war. Nüchtern hätte John das sicher niemals laut ausgesprochen. Aber objektiv gesprochen sah Sevilla wirklich gut aus. Sie war einfach eine Naturschönheit. Das hatte John schon immer so empfunden. Aber jetzt – wo sie Expartner waren – hätte er das niemals mehr gesagt. Außer eben betrunken. So wie jetzt. „Ich würde es …“ John sah, wie ein Werwolf sich einen Drink holte. „Es ist doch gar kein Vollmond!“, scherzte John grinsend und fand sich selbst wirklich besonders komisch dabei. Er sah seine Exfreundin an und hob die Brauen. „Was war nochmal die Frage?“ Der Fluchbrecher winkte ab und verzog das Gesicht. „Das ist doch witzig hier. Findest du nicht?“ John seufzte, als Sevilla wieder behauptete, dass sie nicht sexy war. „Abgesehen davon, was ich finden sollte oder nicht, bist du sexy. Das fand ich schon immer. Und heute siehst du besonders sexy aus. Du siehst immer gut aus und immer sexy. Aber heute besonders. Es gab aber auch schon andere Tage, an denen du besonders sexy warst … als ich letztens bei dir zuhause war, du geweint hattest. Okay, das war nicht sexy. Aber du sahst wirklich hübsch aus. Du bist hübsch. Das mein ich echt so.“ John hatte gerade wirklich katastrophal lange darüber geredet, aber zumindest bekam sie ihn noch aufgehalten, als er einen weiteren Kerl zu Rate ziehen wollte. „Okay.“
„Ach, das wird schon laufen. Und was war dein Plan für die Zeit, in der er dich nicht braucht?“ John sah Sevilla interessiert an und lächelte dabei – wie eigentlich die meiste Zeit – vor sich hin. Doch ihm verging das Lächeln, als Sevilla ihm den Alkohol verweigerte. John brummte leise und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wieso? Dir kann es doch egal sein wie viel ich konsumiere.“, beschwerte er sich leise und ließ sich dann aber einen Moment wieder beirren. „Ich brauche Alkohol. Und Liebe.“, wiederholte er das nochmal, ohne seine Worte dabei irgendwie merkwürdig zu finden.
John schüttelte den Kopf. „Ich will kein Wasser. Ich will Whiskey. Aber was anderes mit Alkohol wäre auch okay. Wir könnten uns auch einen Whiskey teilen, dann kriege ich nicht so viel?!“, schlug John vor und fand den Kompromiss wirklich schlau gedacht.
