21.06.2019, 19:53 - Wörter:
Die Ruine
am 01.01.1970
Vincent Preston & Edward Wilkinson | 31. Oktober
„Ich danke dir und damit hast du auch vollkommen Recht.“ Edward war auch wirklich ein bisschen stolz auf sich und Lexie. Das war eine tolle Party und die meisten Gäste hatten Spaß. Edward selber auch. Vincent wohl nur teilweise und das tat ihm irgendwie ziemlich leid. Deswegen war es nun auch seine Pflicht das zu ändern! Edward war sich gar nicht mehr so sicher, in welchen Wohnverhältnissen Vincent wohnt und ob sie darüber schon gesprochen haben. „Okay.“, meinte er und nickte. Mehr sagte er aber nicht, denn er wollte Vincents Erzählung nicht weiter unterbrechen. Allerdings stutzte Edward bei dem Namen Jacob. Er kannte auch einen Jacob, der etwa in ihrem Alter war und auch auf die Zaubererschule von Vincent gegangen war… Zufall? „Jacob Byers?“, fragte er vorsichtig nach. Er selber war mit Jacob befreundet und schätzte ihn gar nicht so ein. Aber das hatte Vincent wohl auch nicht gedacht. Edward dachte aber auch gar nicht daran, dass zwischen den beiden Freunden noch was laufen würde und wenn, dann wäre das, zumindest bis jetzt, Vincents gutes Recht gewesen. „Aber ich verstehe nicht, warum sie nicht mit dir geredet haben. Ich meine, wäre da nur ein Kuss gewesen oder sowas, damals in der Schule, dann könnte ich noch verstehen, dass das wirklich nur eine Lappalie wäre. Aber das ist ja wirklich mehr. Hast du nochmal mit einem der beiden darüber gesprochen?“, fragte er nach. So ganz schlüssig war ihm das nämlich nicht und ihn würde das an Vincents stelle ziemlich interessieren. Der Versuch Vincent ein bisschen zu trösten, schien auch Früchte zu tragen.
Edward war aber ganz froh, dass der Amerikaner von sich aus von dem ernsten Gespräch wieder in eine fröhlichere Art kam. Als er erklärte, warum er keine Standardtänze an diesem Abend tanzen würde, lachte Vincent. Edward grinste verlegen und zuckte mit den Schultern. „Dann bin ich aber gespannt, wie ‚ganz normal tanzen‘ bei dir aussieht. Ich wackle dabei immer nur ein bisschen hin und her…“ Vielleicht hob er auch hin und wieder die Arme, aber dabei sah er wahrscheinlich eher so aus, wie ein ertrinkender Hund. Kaum hatte er fertig geredet, zog Vincent ihn auch schon auf die Tanzfläche und zeigte ihm genau, was er mit ‚ganz normal tanzen‘ meinte. Wow, sah das bei ihm heiß aus. „Pah, dann kenne ich dich für fünf Minuten nicht mehr, bis ich zur Bar gegangen bin und mir einen Schnaps besorgt habe!“ Die Vorstellung fand Edward aber tatsächlich nicht so toll, wenn Vincent anfing krass zu tanzen und ihn dann auch noch antanzte. Zumindest in dieser Gesellschaft und an diesem Abend wäre es ihm auf jeden Fall zu viel des Guten. Edward tanzte ebenfalls zur Musik, musste sich aber mit einem letzten großen Schluck noch ein bisschen Mut antrinken. „Oh ja, die Musik finde ich auch echt super!“, das war allerdings nicht sein Verdienst. Lexie hatte sich um die Musik gekümmert. Edward kannte sich damit nicht soo gut aus. Aber das hatte sie wirklich super gemacht! Dass Vincent etwas distanzierter war, als im Iron fiel auch auf. Edward ging es da aber nicht anders. Mit Vincent zusammen zu sein, fühlte sich echt gut an, aber dafür, dass sie nun das dritte Mal aufeinander treffen, war es irgendwie doch zu früh. Davon abgesehen, dass es Edward sowieso irgendwie zu schnell ging, er aber auch gar nicht wirklich etwas dagegen tun konnte. Sein Kopf kam da nur einfach absolut nicht hinterher, denn es bestand schließlich immer noch die Gefahr, dass Edward mit Vincent in sein Unglück rannte. Zumindest dachte das sein Kopf. Er grinste den Amerikaner verschmitzt an und drehte sich zur Musik einmal im Kreis. Die Stimmung war auch richtig gut. Morgen würde er sicher einen Kater haben. Zum Glück hatte er sich noch einen Trank vorbereitet, der da ein bisschen gegen half.
Nun griff Edward aber doch nach Vincents Hand und hob sie, damit auch er sich im Kreis drehen konnte. Anschließend ließ Edward seine Hand allerdings wieder los und bewegte sich weiter zur Musik.
