01.10.2022, 01:10 - Wörter:
![[Bild: 50fe38f55e9268ed54389ade2b4ca07d.gif]](https://i.pinimg.com/originals/50/fe/38/50fe38f55e9268ed54389ade2b4ca07d.gif)
Geboren und aufgewachsen als Sohn eines irischen Magizoologen und einer brasilianischen professionellen Quidditchspielerin der Curitiba Capybaras besuchte Bruno João Pereira die Zauberschule Castelobruxo und gehörte dort zum Haus Scondio. Schon früh zeigten sich bei ihm zwei sehr ausgeprägte Begabungen: die für das Fach Zaubertränke und die, sich selbst in unfassbare Schwierigkeiten zu bringen. Zweiteres hing vor allem damit zusammen, dass er buchstäblich nicht in der Lage war und ist, Angst zu empfinden. Sem Medo - keine Angst. Das liest auch die Tätowierung auf seinem linken Unterarm. Trotzdem schaffte Bruno es irgendwie, seine Schulzeit zu überleben und sogar sie mit halbwegs brauchbaren Noten zu beenden. Danach stellte sich aber heraus, dass die sichere Umgebung eines Internats durchaus weniger Gelegenheiten bietet, Kopf und Kragen zu riskieren, als wenn die ganze Welt jemandes Spielplatz ist. Und das war sie für Bruno. Unmittelbar nach seinem Abschluss begann er eine dreijährige Weltreise mit seinem tierischen Begleiter Noz, einem Coati - oder Nasenbären -, der sich einmal von einem Jaguar verfolgt auf das Internatsgelände gerettet hatte und dort natürlich als erstes auf Bruno traf, der sich der Raubkatze entgegenwarf, ohne an die Konsequenzen zu denken. Die beiden bereisten die polynesischen Inseln im Pazifik, die weiten Steppen der Mongolei, die Gipfel Nepals und viele andere atemberaubende Orte und Bruno lernte dort vermutlich mehr über das „wahre Leben“ als er es in der Schule je gekonnt hätte.
Drei Jahre, viele interessante Abenteuer, zahlreiche gebrochene Herzen und noch mehr gebrochene Knochen später war es dann auch für Bruno an der Zeit, dass er sich für einen Zukunftsweg entscheiden musste. Ein vielversprechendes Angebot in der Zaubertrankforschung hätte ihn an ein Insitut in Indien geführt, aber für Bruno klang das nicht interessant genug. Ja, Zaubertränke gehörten zu seinem Interessengebiet, aber da musste es doch auch etwas mit... etwas mehr Abenteuer geben! Das Slug & Jiggers Apothekarium in der Winkelgasse in London hatte eine Belohnung für denjenigen ausgeschrieben, der ihnen eine gewisse Menge an Baumschlangenhaut beschaffte, die bekanntermaßen zu den selteneren Zaubertrankzutaten gehörte. Eine schicksalhafte Reise nach Botswana, bei der Bruno nur fast ein Bein verloren hätte, und ein gut gefüllter Beutel Galleonen folgten und da stand dann auch sein Plan fest. Er würde für jeden, der ihm genug zahlte, die seltensten Zaubertrankzutaten besorgen und gegebenenfalls auch den ein oder anderen verborgenen Schatz. Damit Letzteres aber überhaupt möglich war, würde er wohl oder übel in den sauren Apfel beißen müssen und vorher noch das ein oder andere lernen. So machte er in der Zaubererbank von São Paulo eine Ausbildung zum Fluchbrecher, was ihm nur deshalb ermöglicht wurde, weil er – obwohl dieses Fach ihn unfassbar langweilte – ziemlich gut in Arithmantik war.
Seit ungefähr zehn Jahren hat Bruno seinen Wohnsitz dauerhaft nach London verlegt, da ihn von dort einfach die meisten Aufträge erreichten und er sich dort einen Namen machen konnte. Er bildet sich sehr viel darauf ein bereits sechs Mal das Cover der Hexenwoche geziert zu haben und auch zwei Mal den erste Platz in der Wahl zum begehrtesten Junggesellen des Jahres belegt zu haben. Gerade die wohlhabenderen Familien der Zaubererwelt lieben es, mit ihm zusammen abgebildet zu werden, um nachher miteinander darüber zu lachen, wie dieser Kerl doch eigentlich so gar nicht in ihre Welt gehörte. Bruno hat durch diese „Berühmtheit“ ein wenig den Boden unter den Füßen verloren. Er merkt nicht, dass er nur ein so gern gesehener Partygast ist, weil man ihn als „Kuriosität“ ansieht. Er schickt vermehrt junge Hexen und Zauberer los, um seine Jobs zu erledigen, weil diese sich davon eine Anstellung bei ihm oder ähnliches erwarten. Immer häufiger überkommt ihn ein Gefühl von Einsamkeit und etwas, das er vorher nicht kannte... Angst... Angst davor, es nicht mehr „drauf zu haben“. Angst davor, allein zu enden. Und diese Gefühle mag Bruno ganz und gar nicht. Der einzige Ausweg, der ihm einfällt ist allerdings zu versuchen, sie mit Drinks zu ertränken.
Das, was Bruno braucht sind Nachwuchs-Schatzjäger, die nicht bei einem gefährlichen Auftrag verletzt oder schlimmer werden und ihm außerdem Paroli bieten können, ihn wieder „ins Feld“ schleppen, ihm einfach einen gut platzierten Tritt in den Hintern verpassen. Er braucht auch richtige Freunde, die ihn unabhängig von seinen großspurigen Worten mögen und sich nicht hinter seinem Rücken über ihn lustig machen. Er braucht aber auch die „Reichen und Schönen“, die ihn als amüsantes Partydekor ansehen und ihn wieder nach unten ziehen wollen. Er braucht die Frauen, die er so lässig „Schätzchen“ nennt und die das gut finden, aber eben auch nicht lange bleiben. Und dann braucht er eventuell auch die eine Frau, die es überhaupt nicht gut findet, dass er sie „Schätzchen“ nennen will. Oder ihn dazu bringt die Füße vom Tisch zu nehmen. Oder ihn dazu bringt seinen Hut und/oder seine Sonnenbrille auszuziehen, wenn er geschlossene Gebäude betritt. Bruno braucht natürlich auch Auftraggeber. Und Nachbarn. Und Nasenbärfutterlieferanten. Gebt mir alles, was ihr wollt. Ich freue mich über jede mögliche Relation.
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Hi. Ich bin grumpy. Oder Alex. Oder Skyrodin. Internetnamen - man braucht immer welche auf Ersatz, falls mal wieder einer vergeben ist. Jedenfalls hab ich mich quasi schon länger wieder nach einem Harry Potter Forum umgeguckt und mich dann letzten Endes überhaupt nicht von irgendwem überreden lassen, es mal hier bei euch zu versuchen. Ich würde mich wirklich über jede Art von möglichen Relations freuen, auch wenn ich "hoffe", dass es auch ein paar nicht so positive Bekanntschaften für Bruno gibt. Name, Herkunft und Co. sind noch nicht so festgefahren, dienen erstmal aber als vielversprechende Platzhalter. Fragen beantworte ich gern. Hier oder bei Discord. Schießt einfach los.
