02.12.2022, 14:17 - Wörter:
Corvin Nathanael Bradshaw | 29 Jahre alt | geboren am 10. Juli 1969 | ehemaliger Ravenclaw | Politiker, Geschäftsmann & Strippenzieher | Alex Pettyfer
Allgemeines
» Corvin wurde als einziger Sohn und Erbe der bekannten Familie Bradshaw geboren. Seine Mutter verstarb früh bei einem Unfall mit dem Besen. (Oder sie verschwand ganz einfach übers Meer – Corvin war sich in dieser Hinsicht nie so sicher, vielleicht waren ihr auch ihre Schwägerinnen zu viel und sie wählte den weniger komplizierten Weg, um all dem zu entkommen. Zumindest hatte er noch nie wirklich viele Gefühle für seine Mutter, er kannte sie ja kaum. Ihre Leiche wurde zumindest nie gefunden und das Grab ist leer.)
» Auf jeden Fall lastete sämtliche Verantwortung im Bezug auf die Zukunft der Familie auf seinen Schultern, egal wie schmal sie in jungen Jahren noch waren. Da sein Vater viel unterwegs war – als politischer Berater für einen Großteil der Zaubereiminister der letzten 20-30 Jahre ging er im Zaubereiministerium ein und aus (trotz seiner Ambitionen hat er es tatsächlich nie selbst zum Zaubereiminister geschafft) – übernahmen seine Schwestern den Großteil der Erziehung. Ein Arrangement, das ihm wohl letztlich in die Karten spielte, auch wenn Corvin sich schon immer fragte, warum sein Vater und sein Großvater nicht größere Anstrengungen unternommen hatten, um die drei Damen an den Mann zu bringen. (Vielleicht weil sie jeden potentiellen Mann mit ihren astronomisch hohen Ansprüchen verjagen würden und sie darüber hinaus unglaublich anstrengend sein können. Dabei tun sie nicht einmal etwas außer Tee zu trinken und mit halbgaren politischen Ratschlägen um sich zu werfen.) Zumindest nahmen sie sich der Erziehung ihres Neffen an – auf ihre ganz eigene Weise. Schwäche wurde nicht toleriert, Tränen sowieso nicht und etwas anderes als Perfektion war für einen Bradshaw nicht angemessen. Dinge, die sie mit äußerster Härte und ganz eigenen Mantras durchsetzten.
» Einziger Lichtblick in seiner Kindheit wurde der Sohn ihres Gärtners, mit dem er sich anfreundete – zwei Jahre älter, von niederem Stand, nicht gerade jemand, mit dem man befreundet sein sollte, wenn man Bradshaw hieß, doch nun ja, es ergab sich einfach so. Durch ihn saß Corvin zum ersten Mal auf einem Besen und lernte kennen, was es hieß frei zu sein. Fliegen war Freiheit, Fliegen machte Spaß und es gab ihm die Kraft sämtliche seiner anderen Verpflichtungen durchzuhalten, den Perfektionismus an den Tag zu legen, der verlangt wurde.
» In Hogwarts wurde er dem Haus Ravenclaw zugeteilt und verfolgte weiterhin das Image des perfekten Vorzeigesohns. Perfekte Leistungen, perfekte Noten – und in begrenzten seiner Freizeit vergaß er das alles, indem er seine Künste auf dem Besen trainierte.
» In den Ferien als er 15 war, lernte er während seiner Streifzüge einige andere Zauberer kennen, die die gleiche Leidenschaft teilten wie er. Um seine Identität nicht zu verraten, nannte er sich fort an ‚Adam‘ und bedeckte sein Gesicht zu Beginn noch unter einer Kapuze. Irgendwann begannen sie in Rennen gegeneinander anzutreten – die Geburtsstunde der Besenrennen. Mit zweien von ihnen verstand er sich besonders gut – darunter auch der Sohn von Ludo Bagmann – und begann sie sogar als seine Freunde zu bezeichnen. Im Laufe der Jahre wurde Corvins Flugstil immer aggressiver, es scherte ihn nicht, ob seine Kontrahenten verletzt wurden, immerhin zeigte er ihnen damit doch nur, wie sehr er sie liebte. So hatte er es immerhin gelernt. Das entfernte ihn allerdings von seinen Freunden, nachdem sie letztlich herausfanden, dass er hinter der Maske steckte, mit der er begonnen hatte sein Antlitz zu verbergen. Das war kurz nach seinem – hervorragenden – Abschluss.
» Nur wenige Tage nachdem die UTZ-Ergebnisse eintrudelten, musste Corvin mit ansehen, wie sein Vater seinen Besen vor seinen Augen verbrannte. Machtlos, ohnmächtig und nicht handlungsfähig hatte er keine andere Wahl als es zuzulassen, denn gegen seine Familie würde er sich niemals auflehnen. Für einen Moment hoffte er, dass sein Kindheitsfreund, der mittlerweile als Sekretär seines Vater arbeitete und demnach auch zugegen war. Doch er tat nichts. Absolut nichts. Wie ein Hund. Ein Stück von Corvin zerbrach in diesem Moment, ein anderes wenige Stunden später, als seine Freunde ihn dazu zwingen wollten, seinen Flugstil zu ändern. Es war egal. Verbittert und wütend stieg Corvin am nächsten Tag in das Flugzeug, das ihn nach Amerika bringen würde, um dort sein Studium an einer Muggeluniverstät zu beginnen. (Beides war mittlerweile Tradition, denn die Bradshaws können durchaus auch Muggelvorfahren aufweisen, auf die sie tatsächlich stolz sind.)
» Sechs Jahre verbrachte er in Amerika, widmete sich dem Studium, knüpfte Kontakte zu amerikanischen Hexen und Zauberern, hielt seinen Namen aus den Zeitungen und genoss die Freiheit, die sich mehr bot als in Hogwarts. Er entdeckte sich neu, entdeckte Vorlieben und Neigungen, die er in Großbritannien unter den wachsamen Augen seiner Familie nie hätte finden können. Ja, er stand auch auf Männer. Ja, er liebte Machtspielchen nicht nur im gesellschaftlichen Leben und ja, er wollte dabei stets die Oberhand haben. Denn beugen würde Corvin sich niemals wieder. Stattdessen würde er die Puppen nach seinen Fäden tanzen lassen.
» Im Alter von 24 Jahren kehrte er wieder zurück, da sich der Gesundheitszustand seines Vaters aufgrund einer chronischen Lungenkrankheit zunehmend verschlechterte, sodass er ein Jahr später starb. Corvin wurde also das Familienoberhaupt, ihm oblagen sämtliche Entscheidungen, auch wenn ihm seine wohlsorgenden Tanten natürlich mit Rat und Tat zur Seite standen. (Am Anfang war ihm ihr Rat noch durchaus willkommen, doch spätestens nachdem Nemsis Rosier Zaubereiministerin wurde schlug er den immer häufiger in den Wind, weil er sich damals mehr und mehr aus der öffentlichen Politik zurückzog.)
» 1996 erfüllte er sich einen langgehegten Traum – die Stecken für die von ihm veranstalteten illegalen Besenrennen in den Black Mountains in Wales wurden fertig gestellt und es konnte sich um Teilnehmer bemüht werden. Zu Beginn noch relativ unbekannt, etablierte sich das ganze immer mehr, sodass er sich kaum noch aktiv darum bemühen musste, weil es andere gab, die sich um alles kümmerten. Zwar beobachtete er das Geschehen ständig, doch anders als zu Beginn nahm er nicht mehr aktiv an den Rennen teil. ‚Adam‘ wurde stattdessen zu einer Legende. Noch immer fühlt er sich beim Fliegen freier als irgendwo sonst, doch das Herzklopfen fehlte, die Aufregung. Das war er am meisten hasst ist Langeweile und so wartet er, bis es da jemanden gibt, der eines Rennens mit ihm würdig wäre. Ebenso wie er darauf wartet wieder vollständig in die Politik zurückzukehren. Doch ist Atlas Yaxley wirklich jemand, den man unterstützen könnte? Wäre es nicht eher Zeit das politische System einmal komplett zu überholen und mehr Stimmen die Macht zu geben, etwas zu bewegen? So, wie es die Muggel auch tun?
Charakterzüge:
» selbstbewusst » theatralisch » dominant » möchte alles und jedem überlegen sein » nachtragend » guter Schauspieler » manipulativ » charismatisch » überzeugend » ambitioniert » skrupellos
Das Highlight – die Besenrennen:
Wenn ich einen fancy Namen habe, bekommen die auch noch ne fancy Abkürzung. Sind erstmal erste Gedanken. (Frage mich gerade ob es so etwas wie magische Videokameras gibt oder entsprechende Zauber. Die Zuschauer sollen ja auch was davon haben.)
Die Besenrennen finden in den Black Mountains in Wales statt, wo mehrere wählbare Stecken innerhalb der Gebirgskette angelegt wurden, um auch die Umgebung für mehr Action sorgen zu können. Man benötigt also durchaus ein gewisses fliegerisches Können. Neben ganz normalen Rennen, die auch zu mehreren geflogen werden können, sind besonders die Battles beliebt. Dabei treten zwei Personen gegeneinander an, die in der Regel vor dem Rennen jeweils einen Einsatz aushandeln, was dem Sieger zusteht wenn er gewinnt. Der Einsatz ist dabei gleich, es kann alles sein, maßgeblich ist nur, dass man sich einigt. Wer als erstes im Ziel ist, der gewinnt, sonst gibt es keinerlei Regeln, keine Beschränkungen, nichts. Zutritt erhält man lediglich mit einem magischen Anstecker, der durch einen Proteus-Zauber auch das Datum und die Zeit der nächsten Veranstaltung preisgibt, denn das Gelände ist nicht rund um die Uhr betretbar. Verbreitet werden die Rennen durch Mundpropaganda und es kann auch vorkommen, dass vielversprechende Talente gezielt angeworben werden.
Überlegungen & Gedankenfetzen & sonstiges was mir noch so einfällt:
» politisch gesehen würde ich ihn eher in Richtung pro-Maleko einschätzen, aber würde vermutlich auch mal bei Atlas die Fühler ausstrecken, ob es sich lohnt da überhaupt mitzumischen.
Aktuell überlege ich, ob er nicht noch eine kleine Schwester hat, die vielleicht aus einer Affäre heraus entstand und aus irgendwelchen Gründen von den Bradshaws dann aufgenommen wurde, statt sie unter den Teppich zu kehren, weil sowas ja eigentlich schlecht fürs Image ist. Allgemein was familiäre Dinge anbelangt wäre ich von seiner mütterlichen Seite für alles offen, da ist nämlich noch gar nichts festgelegt. Wenn also noch jemand gerne einen reichen Cousin hätte, her damit.
Dann dachte ich mir, dass er sich in den letzten Jahren zusätzlich noch in einen Quidditchverein eingekauft hat (vielleicht bei den Ballycastle Bats? Für die Harpies find ich ihn nicht so passend.) und den dann sozusagen sponsort und im Hintergrund so seinen Einfluss geltend macht, auch um neue Talente für die Rennen anzuwerben.
Ich glaub das wars, danke, dass ihr euch durch meine ganzen gedanklichen Ergüsse gewühlt habt, wo von die Hälfte bestimmt sowieso irrelevant waren.
