21.08.2025, 22:35 - Wörter:
greatness slips on by
things didn't kill me but i don't feel stronger, life is short but it feels much longer
when you've lost that fight, you've lost that hunger to pull yourself through the day
Hallöchen und guten Abend, ihr Lieben

Ich bin Sal, schreite laangsam auf die 30 zu und bin noch neu im Forum - aber RPs schreib ich schon eeewig (also. wenn mans mal von den letzten drei, vier Jahren absieht, in denen ich leider zu viel anderes um die Ohren hatte ._. )
Ein paar von euch hab ich ja schon im Discord beschnuppert und muss sagen, ich kann mich kaum erinnern, je so herzlich neu aufgenommen worden zu sein. In diesem Sinne: Allerherzlichsten Dank dafür
Also! Deshalb: Eine Vorstellung. Heute einen Charakter, der seinerseits von @Heathcote Barbary und @Myron Wagtail inspiriert wurde; die beiden suchten nämlich nach einem (einst unter dem Namen Fin Quigley besetzten und entsprechend an ihn angelehnten) Freund und Partner.
Ich hab ein paar Sachen vom alten Charakterkonzept übernommen, andere geändert oder neu dazugedichtet. Macht euch am besten selbst ein Bild

Falls ihr mal mit Fin zu tun hattet und nun mit der neuen Version ähnliche Kontakte knüpfen wollt: sehr gerne \o/
Und wenn euch neue Ideen zu dem Herrn einfallen - positive, negative, vergangene, neue, politisch, privat, beruflich, wie auch immer - auch immer gerne her damit! Schreibt hier oder über Discord, ich freue mich aufs gemeinsame Planen, Plaudern und Schreiben!
Liebe Grüße und gute Nacht

Die Kurzversion:
- # geboren 1968 in Wales, damals noch als Merle, und aufgewachsen in einem Handelsstädtchen nahe der Küste # halbblütiger Vater, der als Tierpfleger für fliegende Pferde internationaler Händlerkundschaft arbeitet und muggelgeborene Mutter, die als Trankmeisterin tätig ist - außerdem eine weitaus ältere Schwester, die einfach immer ein bisschen cooler war als er # ehemaliger Slytherinschüler, der geschickten Selbsterhalt noch heute hoch wertschätzt und 1968 UTZ-Abschluss # Ausbildung zum magischen Tierpfleger, damit er "etwas richtiges" in der Hand hat, allerdings baldiger Fokus aufs Quidditchspiel # 1994-1999 angestellt als Stammspieler, Jäger, bei den Caerphilly Catapults - bis zur Entlassung nach einem tragischen (letztendlich wahrscheinlich selbstverschuldeten) Spielunfall # hält sich am liebsten aus öffentlichen Diskussionen raus, hat aber während des Krieges aus Selbst- und Familienschutz dem Todesserregieme nach dem Mund geredet - und unter der Hand dem Orden Hilfsgelder von seinem ansehnlichen Gehalt zugeschoben # verschwand nach seinem Unfall im späten 1998 von der Bildfläche und ist jetzt, nachdem er seine Wunden geleckt hat, auf Hogwarts wieder aufgetaucht (als Lehrer für Besenflug & Quidditchcoach; ich glaub, die Posten waren noch frei? sonst muss er halt doch seine Ausbildungskenntnisse wieder rauskramen und macht dort den Wildhüter und Ehrenberater für die Hausteams
) #Die nichtganzsokurz Version:
- Osian Merle Quigley. Kennt man doch, dieses gewinnende Funkeln in den Augen, sein aufmerksamer Blick, der schnökellose waliser Zungenschlag. Gerne auf einem Besen in aberwitzigen Positionen eingefangen (die Dangerous Dai Auszeichnung für abenteuerliche Quidditchmanöver hat er nicht aus Gefälligkeit bereits zwei mal erhalten!), in entspannt anständiger Pose aufs Interviewsofa gelümmelt oder in ausgelassener Feierstimmung mit seinen Kumpels von den Schicksalsschwestern. Angeblich soll Osians Gesicht so manches Herzchen schon höher geschlagen lassen haben, seine Art hingegen kann schnell eine so aufgetragene Selbstsicherheit zeigen, dass sie schon nahezu an Arroganz grenzt. Böse Zungen sagen, er hätte etwas zu kompensieren oder zu kaschieren. Wer in näher kennt, weiß, dass dahinter tatsächlich einiges an Unsicherheiten steckt, jugendlicher Ehrgeiz, dem er nie entwachsen ist, der Traum, sich zu behaupten und zu beweisen, es bis ganz nach oben zu schaffen.
Er ist geschickt, risikofreudig, ein verschworener Teamplayer. Seine Chancen auf einen Platz im Kader für internationale Spiele wären gar nicht so schlecht gewesen. Das kann er, Leute für sich gewinnen. Auch politisch hat Osian immer brav Spur gehalten, am liebsten diskutiert er kontroverse Themen auch gar nicht öffentlich. Natürlich hat er sich im Krieg auch Sorgen gemacht, insbesondere um seine muggelgeborene Mutter. Nicht viel weniger hatte er seiner selbst Willen Angst: Nicht, weil er einst ein Mädchen war (der Mittelname Merle kommt nicht von ungefähr; er ist eine Hommage an seine Reise), vielmehr: Weil er für Männer mehr übrig hat als für Frauen. Und während die Transition auch noch in der strengsten Blutideologie ihre Daseinsberechtigung findet, tut es eine (wenn auch damals ungeoutete) Orientierung, die auf etwas anderes als (Kern)familie ausgerichtet ist, sicherlich nicht.
Klar, dass er sich im Licht der Öffentlichkeit allerdings nicht leisten konnte, sich Feinde zu machen, Kontra zu geben. Er ist nicht blöd, er weiß, wie er mitspielen muss, und ist mehr als bereit, für seine Ziele – und besonders sein Wohl – Opfer zu bringen. Eine Hand wäscht die andere, und wer weiterkommen will, braucht nunmal Wohlgesinnte. Am besten in jeder Richtung.
Wasser predigen und Wein trinken: Während er sich zu Hoch-Zeiten der Todesserherrschaft gegenüber betont neutral bis regimefreundlich gab, ließ Osian unter der Hand Gelder an den Orden fließen (bei den Caerphilly Catapults verdient es sich als Stammspieler nicht gerade schlecht) und hat damit nicht nur sein Gewissen beruhigt, sondern tatsächlich auch dem ein oder anderen Mitglied, Verfolgten, Verbündeten, Justizopfer geholfen.
So sehr stand er sich und seinem Aufstieg also gar nicht im Weg. Aber wer hoch steigen will, kann auch tief fallen. Besonders, wenn man sich bei einem besonders abenteuerlichen Klatscher-Ausweichmanöver verkalkuliert und prompt vom nächsten weggeklatscht wird. Mitten in einem Match, vor hunderten, tausenden Schaulustigen. Vielleicht ist so ein Unfall bei einem Flugstil wie seinem nur eine Frage der Zeit gewesen (vielleicht, man möchte nicht daran denken, war es aber auch gar kein echter Zufall, dass ihn etwas nach seinem öffentlichen Coming Out post bellum – getrieben gleichermaßen von Übermut ob neugewonnener Freiheit und reinem Trotz – so aus der Bahn schoss: Er wäre nicht der erste, den so etwas Karriere und Verbündete gekostet hat...).
Geklatscht ist Osian dann auch, fünfzehn Meter gen Boden. Ein Anfall von Spontanmagie wie er sie seit Kindertagen nicht mehr hatte, hat ihm das Leben gerettet, die Heiler seine Knochen. Nicht eine Narbe ist geblieben; äußerlich zumindest. An Muskeln und Gelenken musste er einiges neu trainieren und wird vermutlich nie gänzlich zu alter Form zurückfinden. Der Rat des Heilpersonals klingt ähnlich ernüchternd: Er sollte es auch gar nicht darauf anlegen. Noch einmal wird ihnen so ein Puzzlekunststück schwer gelingen.
Der Unfall hat ihm also nicht nur sämtliche Knochen zerschmettert, sondern auch seinen Kindheitstraum, seine fleißige Karriere. Presse und Fans waren nicht die einzigen, die Osian daraufhin mit eiserner Stille und Flucht strafte: Sein Privatleben hat er ähnlich untergraben. Aber selbst ein zutiefst verletzter Osian kann sich nicht ewig im alten Elternhaus verkriechen und die Wand anschmollen: Es muss doch irgendwie weitergehen.
Vielleicht mit seinem alten Ausbildungsabschluss zum magischen Tierwesenpfleger? Mam und Tad hatten damals so darauf gedrängt, dass er erst “etwas richtiges” lernte, ehe er sich dem Sport verschrieb. Aber so richtig Lust, in den Bereich zurück zu kehren, womöglich seinen Eltern mit ihren Befürchtungen Recht zu geben, verspürt Osian mal so gar nicht.
Stattdessen ist er jetzt dort gelandet, wo die ganze Quidditchsache einst begonnen hat: Hogwarts. Die haben sich nämlich trotz seines ausgesprochen blamablen Karriereendes geradezu gefreut, einen Namen wie ihn anzuheuern, dem der Umgang mit den Halbstarken auf Augenhöhe gut gelingen dürfte. Eine Aussicht, mit der sogar langsam wieder so etwas wie Lebensfreude in Osians Alltag einkehren könnte. Aber so wie die Wunden des Krieges noch immer an der Gesellschaft fressen, hallt sein Unfall und seine Selbstisolation noch in Osians Leben nach. Es gibt noch einiges zu reparieren, neu auszurichten. Hier wie da.
