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HERZLICH WILLKOMMEN IM A MAGICAL LIFE. WIR SIND EIN MAGISCHES RPG, DAS SEIT DEM 06. NOVEMBER 2006 BESTEHT UND URSPRÜNGLICH AUF EINER BELIEBTEN SIEBENTEILIGEN BÜCHERREIHE UM EINEN JUNGEN ZAUBERLEHRLING BASIERTE. INZWISCHEN SPIELEN WIR NACH EIGENER STORYLINE IN DEN POLITISCHEN WIRRUNGEN ZWISCHEN VORHERRSCHAFT DES ALTHERGEBRACHTEN UND HUNGER AUF UMBRUCH, SIND IM DISCORD ZEITALTER ANGEKOMMEN UND BIETEN EINEM BUNTEN HAUFEN AN CHARAKTER- UND STORYIDEEN EIN ZUHAUSE. WIR FREUEN UNS IMMER ÜBER ZUWACHS <3
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Briefwechsel Atreus und Emilia
Brief Nummer 568
#2


Briefwechsel Atreus und Emilia
   Emilia Slughorn   Atreus Travers
am 04.08.1999
Pergament
Brief Nummer 568


Atreus hätte den Brief diesmal geöffnet. Auch ohne Richards Siegel und den offiziellen Eindruck, den die Zustellung machte, hieß das. Allerdings hätte er ihn - oder besser gesagt sie, denn es handelte sich ja um gleich drei Briefe auf einmal - wohl zunächst zur Seite gelegt und sich erst damit beschäftigt, nachdem er wieder Zuhause war. Denn nach den wenigen Briefen, die er gelesen hatte, bevor er seine Elfen angewiesen hatte sämtliche weiteren Schriftstücke ungelesen dem Kaminfeuer zu übergeben (eine Anweisung, die er im übrigen noch revidieren musste, das durfte er nicht vergessen), war der Inhalt sicher kaum dazu geeignet, mitten auf der Arbeit gelesen zu werden. Und Arbeit, das war eben, was er erwartete als die zerrüttet dreinblickende Hauselfe in sein Büro trat und ihm drei Briefe ‚aus dem Hause Slughorn‘ überreichte. Dabei galt sein erster Gedanke tatsächlich Emilia - dann jedoch sah er das Siegel und seine Gedanken nahmen naiverweise eine andere Denkrichtung an.
Erst also, als er den ersten Brief bereits geöffnet und die ersten Zeilen überflogen hatte, wurde ihm sein Irrtum bewusst. Ein hörbares, wohl ein wenig missgestimmtes Seufzen glitt aus Atreus‘ Kehle und erst das helle Räuspern der Elfe erinnerte ihn daran, dass er in seinem Büro trotz aller neuen Annehmlichkeiten nicht alleine war.
Er warf einen vielsagenden Blick über den Pergamentrand.
„Solltest du nicht schon längst wieder in das Loch zurück gekrochen sein aus dem du kommst?“ Die Elfe blickte ihn für einen Moment stumm an, dann senkte Atreus den Brief ein wenig und lehnte sich vor, ganz als habe er vor sich wieder aus seiner sitzenden Position zu erheben. „Du sollst verschwinden“, wiederholte er den Subtext der letzten Frage noch einmal ganz explizit - und siehe da, die Elfe gehorchte. Merlin, das hatte aber gedauert.

Der erste Brief war belanglos. So sehr Atreus gerade das wiederum amüsierte (und ein nervöser Richard ein Anblick war, den er gerne ebenfalls erspäht hätte), so erschloss sich ihm nicht ganz, weshalb Emilia es für nötig hielt, diese Zeilen ans Ministerium zu richten, als könne es nicht warten bis er wieder zuhause war. Ohnehin - wie lange war er jetzt hier? Eine Stunde? Vielleicht zwei? Das war ja beinahe schon erbärmlich. Nicht, dass das bedeutete, dass ihm das nicht gefiel. Es gefiel ihm nur nicht, dass es ihm auf der Arbeit gefiel. Es lenkte ihn ab.
Emilias zweiter Brief hingegen war ihm ein Mysterium. Er hatte nicht den blassesten Schimmer, was sie da andeutete - oh, aber er begriff, dass sie etwas andeutete. Und allein deshalb landete dieser Brief im Feuer, noch bevor er ihn ein zweites Mal las. Merlin, jetzt musste er ihr antworten, nicht wahr? Und wenn nur, um zu vermeiden, dass sie noch weitere solcher verräterischen Briefe ins Ministerium sandte.
Atreus Fehler allerdings war, dass er zunächst den dritten Brief öffnete. Es war nur eine einzige Zeile darin und dennoch war der Inhalt fast unverantwortlicher als der im Brief zuvor. Regelrecht hastig knallte Atreus den Pergamentbogen gegen die Tischplatte, ganz als befürchte er, jemand hinter ihm könne den Brief mitlesen. Erst einen Atemzug später erinnerte er sich daran, dass er ja allein war. An der Hitze, die derweil in seine Wangen gekrochen war, änderte das allerdings nur wenig. Shit. Das war… Er musste ihr verbieten, ihm hier zu schreiben. Sie konnte nicht sowas schreiben.

Es brauchte noch ein paar Minuten - und einige Schritte quer durch das Zimmer - bevor Atreus wieder zum Schreibtisch zurück fand und eine Antwort verfasste.

Zitat:AN: Emilia Slughorn
VON: Atreus Travers


Emilia,
dein Vater scheint wirklich nicht ganz bei sich zu sein, wenn er nicht bemerkt hat, dass du sein Siegel entwendet hast. Ich weiß, dass ich mir das vermutlich selbst zuzuschreiben habe, aber beim nächsten Mal reicht es auch, wenn du deinen Namen als Absender nennst und den Brief zu mir nach Hause adressierst.

Ganz abgesehen davon: Wenn es etwas gibt, über das du Sprechen möchtest, lass uns das doch persönlich tun. Ich kann dir eine Elfe schicken, wenn ich wieder Zuhause bin.

Bis dann,
[Bild: NuyA5ek.png]

Atreus las seine eigenen Worte mit zusammen gezogenen Augenbrauen. Ja okay, seinetwegen. Merkte er auch, dass das kaum eine angemessene Antwort war. Aber was sollte er denn schreiben? Ebenso belanglosen Quatsch? Ein offener Tadel für ihre Naivität? Dass er sie auch vermisste? Auf gar keinen Fall. Wenigstens aber ein kurzes Post Scriptum verfasste er dann doch.

Zitat:P.S.: Getrocknete Rosenblüten findest du in jeder Apotheke oder Gewürzhandel. Aber ich bin sicher, das wusstest du schon, nicht wahr?

Nein, das war nicht besser. Leider so gar nicht.

Zitat:P.P.S.: Ich bin sicher, wir haben noch welche übrig, die du dir beim nächsten Mal mitnehmen kannst.

Urgh.
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RE: Briefwechsel Atreus und Emilia - von Atreus Travers - 09.10.2026, 22:07

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