11.10.2026, 16:26 - Wörter:
Briefwechsel Atreus und Emilia
Dieses Mal wollte es Emilia so gar nicht gelingen, sich von einer potentiellen Antwort abzulenken. Die Hitze war ihr definitiv zu Kopf gestiegen und sie fantasierte schon darüber, was er alles mit ihr in der Therme anstellen würde, auch wenn das wohl eine Fantasie war, die genau das bleiben würde. Sie konnte sich nur schwer vorstellen, dass sie es wirklich wagen würde, so ein Becken war immerhin doch deutlich größer und tiefer als eine Badewanne. Und dennoch. Die Vorstellung gefiel ihr. Sie beide im warmen Wasser Nackt und von heißem Dampf umhüllt. Oh Merlin, sie musste wirklich all ihre Disziplin aufbringen um nicht sofort aufzuspringen und nach Bath zu apparieren und sich diese Therme anzusehen. Wie bei Merlins Bart war sie denn auf die Idee gekommen, dass sie es aushalten würde bis Sonntag zu warten? Es war ja nun wirklich nicht der erste morgen, an dem sie als sie selbst aufgewacht war. Doch es war der erste gewesen, an dem sie in England neben ihm aufgewacht war. Und allein die Vorstellung das morgen früh alleine in ihrem kalten Bett tun zu müssen behagte ihr überhaupt nicht. Doch sie wusste ja, wie es enden würde. Sie würden wieder die ganze Nacht mit anderen Dingen als Schlaf verbringen und dann wäre sie wirklich keine Hilfe, wenn sie Eddie morgen ablöste und so unangenehm das war, sie hatte auch hier ihre Verpflichtungen. Auch weil sie noch immer das Gefühl hatte, nicht ganz unschuldig daran zu sein, dass ausgerechnet Godric ausgewählt worden war.
Hibbelig rannte sie zum Fenster, als die Eule ankam, öffnete den Brief und bemerkte, wie ihr Herz einen Schlag aussetzte, als sie dieses Mal die Zeilen las, weil ihr Ton sich plötzlich geändert zu haben schien. Und weil sie vielleicht vergessen hatte, dass Atreus wirklich gemein sein konnte, wenn er es darauf anlegte. Da war kein Wort davon, was sie in der Therme machen könnten, auch wenn seine ersten Worte darauf hindeuteten, dass er die ihren gelesen hatte. Die Elfen könnten ihr die Therme zeigen und das wäre vielleicht genau so gut wie mit ihm zu sprechen. Sie verstand nicht genau, was es war, das seinen Stimmungsumschwung verursacht hatte. Und auch wenn ihr im Grunde ja gefiel, dass er sie nicht als Geschäftspartnerin zum Essen einlud, mochte sie es nicht, dass er schon wieder von Paris anfing. Sie hatte ihn ja verstanden. Aber er konnte unmöglich erwarten, dass sie das bis Sonntag mit ihm geklärt haben würde. Er hatte doch verstanden, dass das nicht so einfach war, oder nicht? Sie konnte sich bis Sonntag entschieden haben, doch sie würde nicht alle Probleme mit einem Schlag gelöst haben und wenn sie ehrlich war, dann stand Paris gerade auch wirklich nicht auf ihrer Prioritätenliste.
Zitat: AN: Atreus Travers
VON: Emilia Slughorn
Atreus,
Beschwer dich gern bei meiner Mutter, aber mach dir nicht allzu viele Hoffnungen. Das haben wir alle bereits unzählige Male versucht.
Es wäre mein Risiko gewesen, wenn ich dich erinnern darf. Und soweit ich weiß haben deine Nachforschungen bisher nichts zu Tage gefördert. Aber gut, dass du mich daran erinnerst. Ich denke es wird Zeit für das Risiko, meinst du nicht? Ich schreibe dir, wie es ausgegangen ist. Wenn nichts schief geht, versteht sich.
Es ändert nichts. Und ich habe nicht wegen meines Bruders gefragt.
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