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HERZLICH WILLKOMMEN IM A MAGICAL LIFE. WIR SIND EIN MAGISCHES RPG, DAS SEIT DEM 06. NOVEMBER 2006 BESTEHT UND URSPRÜNGLICH AUF EINER BELIEBTEN SIEBENTEILIGEN BÜCHERREIHE UM EINEN JUNGEN ZAUBERLEHRLING BASIERTE. INZWISCHEN SPIELEN WIR NACH EIGENER STORYLINE IN DEN POLITISCHEN WIRRUNGEN ZWISCHEN VORHERRSCHAFT DES ALTHERGEBRACHTEN UND HUNGER AUF UMBRUCH, SIND IM DISCORD ZEITALTER ANGEKOMMEN UND BIETEN EINEM BUNTEN HAUFEN AN CHARAKTER- UND STORYIDEEN EIN ZUHAUSE. WIR FREUEN UNS IMMER ÜBER ZUWACHS <3
Splitter, der Orden und die ehemaligen Todesser haben den gemeinsamen Feind Atlas Yaxley, bekämpfen sich aber auch gegenseitig – jede Gruppierung strebt auf ihre Art nach Macht. Eine Übersicht über die aktuellen politischen Wirrungen findet ihr HIER
Reinblüter:innen und Todesser:innen fühlen sich in diesen Zeiten eindeutig zu sicher in ihren eigenen Wohnzimmern und das will Splitter ändern. Deshalb planen sie eine ausdrucksstarke Aktion mit Bomben durch das Flohnetzwerk. » NEUGIERIG?
Eine Quidditchbenefizveranstaltung auf Hogwarts während der Sommerpause der Saison soll neue Spenden für das Schloss generieren. Es gibt Häppchen, Konfetti und gut gelaunte C-Sportler. » NEUGIERIG?
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Die Ruine
#1


Die Ruine

am 01.01.1970


"St Dunstan-in-the-East ist eine ehemalige Kirche zwischen St Dunstan's Hill und Idol Lane in der City of London. Das Kirchengebäude von Christopher Wren wurde bei den deutschen Luftangriffen auf London zerstört. Die Ruine und der angrenzende Kirchhof dienen seit 1971 als Park."
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#2


Die Ruine

am 01.01.1970


Keepern in der Halloweennacht  

Carter Bale & Lee Fenwick | 31. Oktober 1998


Lee fand es cool am heutigen Abend bei der Halloweenparty als Barkeeper zu arbeiten. Es war einfach mal was anderes. Das Burren kannte man, sowie die Leute. Manche, die hier auftraten hatte Lee noch nie zuvor gesehen. Vielleicht erkannte er bekannte Gesichter aber auch einfach nicht, da diese sich unter Masken versteckten. Er fand aber auch die Ruine sehr toll dekoriert und auch einige Verkleidungen waren sehr gelungen. Lee machte zusammen mit Carter hier eine Bar mit Cocktails und anderen Getränken. Bedienungen, wie im Burren brauchten sie hier nicht, denn die Gäste kamen direkt zu ihnen und bestellten das, was sie wollten. „Cool, dass sie uns gefragt haben. Das bringt ein bisschen Abwechslung ins Barkeeper-Leben.“, meinte Lee zu seinem Chef und grinste. Er selber war als Henker verkleidet. Das einzige, was er nicht den ganzen Abend in der Hand halten konnte, war seine Axt. Deswegen hatte er eine, die man sich auf den Rücken schnallen konnte und die gut sichtbar war. Lee fand sein Kostüm sehr gelungen, mit der Kapuze, die er sich aufziehen konnte.

Die Gäste hatten sich mit ihren Verkleidungen auch echt Mühe gegeben. „Kennst du hier welche?“, fragte er interessiert, während er den Alkohol und die Mischgetränke ordentlich und praktikabel für den späteren Abend für sie aufstellte. Es waren zwar sicher noch nicht alle Gäste angekommen, aber ein paar Gesichter konnte man sicher zuordnen. Noch hatten die zwei Zeit sich zu unterhalten. Das würde sich im Laufe des Abends mit Sicherheit auch ändern, wie es im Burren auch üblich war. Die Einnahmen durften sie beide für das Burren behalten. Demnach musste an diesem Abend jemand anderes die Aufgaben im Irish Pub übernehmen, wo es bestimmt auch im Laufe des Abends voll wurde. Carter war ein super Chef und Lee hatte den Eindruck, dass er seinen Mitarbeitern auch echt vertraute. Lee freute es auf jeden Fall, dass Carter ihn mitgenommen hatte. Das war auch ein bisschen ein Zeichen dafür, dass er bei seiner Arbeit wenigstens ein bisschen richtig machte. „Ich hab neulich meine Exfreundin Ainsley wiedergetroffen. Sie war im Burren.“ ‚Neulich‘ war zwar schon ca. 20 Tage her, aber zuvor hatte Lee keine Zeit gehabt das seinem Freund zu erzählen. „War irgendwie ein komisches Gefühl, so, als wäre nie Zeit zwischen unserer letzten Begegnung vergangen.“, erzählte er. „Kennst du das?“
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#3


Die Ruine

am 01.01.1970


Lee & Carter

Halloween


31. Oktober 1998, abends


Carter war von Edward und Lexie für diese Halloweenparty engagiert worden. Deswegen konnte er heute doppelt verdienen und war mit seinem Mitarbeiter Lee zum Kellnern statt im Burren auf dieser großen Party. Das war in der Hinsicht angenehm, dass die Gage gut war und feststand und er außerdem nicht mit ansehen musste, wie sein geliebter Pub von feierwütigen Gästen verwüstet wurde. Bis er wieder dorthin ging, hatte Annie hoffentlich alles wieder aufgeräumt. Hier auf der Party herrschte außerdem eine gute Stimmung. Es war nicht zu voll und nicht zu leer und die Gäste kauften fleißig Getränke und kurbelten das Geschäft an. Carter arbeitete außerdem gerne mit Lee zusammen und sah darüber hinaus einige bekannte Gesichter hier auf der Party von Leuten, die er kannte. Das Einzige was schade war, war, dass seine Freundin nicht mit ihm hier sein konnte. Aber Lelia war schwanger und außerdem hatte sie sich geweigert auf eine Party von Lexie zu gehen. Carter selbst war als Leprechan verkleidet. Er trüg grüne Klamotten mit Kleeblättern drauf und darauf waren diverse Goldmünzen aufgeklebt. Um dabei nicht nur lustig oder im besten Fall heimtückisch sondern auch ein bisschen gefährlich auszusehen, hatte er seine Zähne für den Abend spitzer gezaubert, so dass sein Mund ein bisschen wie der von einem Vampir aussah. „Ja, ich finde es auch echt cool, hier zu arbeiten!“, antwortete Carter seinem Kollegen, der auch wirklich cool verkleidet war. Von hinter der Bar aus würden sie heute den ganzen Abend das Treiben auf der Party beobachten können. Sowas war immer spannend.

„Ich kenne die Gastgeber. Und ich habe auch sonst schon ein paar bekannte Gesichter gesehen. Ich weiß aber auch nicht, wer alles kommt“, antwortete Carter Lee und spülte nebenbei ein paar Gläser. Bisher war die Atmosphäre wirklich noch sehr entspannt. Noch kam kein Stress bei der Arbeit auf. Deswegen hatten Lee und Carter jetzt auch noch etwas Zeit zu quatschen. „UI Exfreundin… das ist immer ein brisantes Thema“, antwortete Carter, nachdem er Lee zugehört hatte, „War sie zufällig im Burren oder wollte sie zu dir?“ Was Lee über seine Ex sagte, klang aber ganz so, als wäre die Nummer noch nicht ganz durch. „Wie lange seid ihr denn schon getrennt? Und warum habt ihr euch getrennt?“, wollte Carter daher wissen. „War es denn ein gutes Gefühl, sie wiederzusehen?“, fragte er weiter, „seht ihr euch jetzt wieder?“ Lee wollte wissen, ob Carter dieses Gefühl mit Exfreundinnen kannte. Darüber lachte Carter kurz auf. „Nein, ich glaube, das kenne ich nicht wirklich! Alle meine Exfreundinnen hassen mich oder haben mich verarscht“, erklärte er etwas selbstironisch, „die will ich nicht wiedersehen!“ Sowieso wollte Carter aber ja nur Lelia sehen. „Ich wünschte, meine Freundin wäre hier…“, sagte er deswegen jetzt noch, „Aber sie ist ja schwanger. Da fühlt sie sich im Moment nicht so gut und Partys sind da nichts für sie.“ Carter wollte jetzt nicht sagen, dass Lelia nicht kommen wollte wegen Lexie. Er wollte sie nicht unsympathisch machen bei Lee.
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#4


Die Ruine

am 01.01.1970


Keepern in der Halloweennacht  

Carter Bale & Lee Fenwick | 31. Oktober 1998


Auch Lee war ganz froh, dass er nicht im Burren arbeiten musste. An solchen Tagen war es einfach immer besonders stressig. Oft hatte er das Gefühl, dass die Leute  nur aus waren, um sich die Kante zu geben. Gut, das war auch mal gestattet, aber es macht das Leben als Barkeeper eben nicht so einfach. Man musste sich einfach mehr mit pöbelnden Geistern auseinandersetzen als sonst. Da tat ihm Annie schon ein kleines bisschen Leid. Aber er musste auch mal an sich denken. Carter schien ebenso motiviert zu sein wie er selber und wenn sie ihre Sache gut machten, dann sprach sich das vielleicht rum und sie konnten öfter bei solchen Events teilnehmen? Lee fände das auf jeden Fall richtig cool.  Immerhin war an diesem Tag auch die höhere Gesellschaft unterwegs. Auch wenn er die oft einfach viel zu arrogant fand, aber hey, vielleicht war das auch ein Vorurteil. „Ich finde deine Zähne super! Das gibt deinem Kostüm so den Horrormäßigen Touch. Da wäre ich sicher nie drauf gekommen.“ Lobte er und grinste.

Er nickte auf Carters Antwort. „Bin mal gespannt, ob da noch jemand kommt, den ich auch kenne.“ Aber eigentlich war er ja eh zum Arbeiten hier. Von daher war das auch gar nicht so wichtig. Er beobachtete einfach gerne und konnte sich auch für die schönen Kostüme begeistern. Er war noch nie auf einer so toll hergerichteten Halloween-Party und bewunderte das ziemlich. Er wollte Carter aber unbedingt von seiner Exfreundin erzählen. Er hatte das Gefühl, dass da wieder was lief und wollte mit jemandem drüber reden. Lee grinste, als er Carters Worte dazu hörte. Brisant also. „Sie war zufällig da. Wir haben uns seit der Schulzeit nicht mehr gesehen. Aber ich hatte gleich wieder das Gefühl, als ob da was laufen würde. Aber… Ja, Beziehungen und ich, das ist ja so eine Sache.“ Lee wollte immer noch nicht einsehen, dass genau besagte Exfreundin der Grund dafür war, dass das nie geklappt hat. „Seit ca. 4 Jahren.“, dann lächelte der Fenwick. „Ja, das war ein schönes Gefühl. Es war irgendwie total vertraut und so als wären die 4 Jahre nie vergangen.“, erzählte er und fand es selber total absurd. Er nickte. „Ja, ich will sie auf jeden Fall auch wieder öfter sehen. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie da total anders denkt.“ Es tat gut mit Carter darüber zu reden. Seine Beziehung war immerhin auch nicht so einfach und vielleicht konnte er ihm noch ein paar Tipps geben. „Hast du eine Idee, wie ich ihr eine Freude machen könnte?“, fragte er deswegen um Rat. Carter kannte aber leider das Gefühl, das Lee hatte nicht. Er musste lachen. „Sorry, ich lache dich nicht aus, das hast du nur einfach so komisch ausgedrückt.“ Lee wollte nicht, dass Carter das jetzt falsch verstand. Es war nur irgendwie Lustig, wie er es ausgedrückt hatte. „Aber du hast deine Herzdame ja auch gefunden.“ Lee fand Lelia manchmal viel zu anstrengend, aber Carter konnte damit sehr gut umgehen, demnach passten sie auch echt gut zusammen. Das hatte Carter auch einfach echt verdient. „Es wäre für euch sicher auch cool zusammen hier zu sein, mit den Leuten. Macht ihr sowas manchmal?“ Lee wusste zwar, dass es kompliziert war, allerdings war ihm nicht bewusst wie kompliziert.

„Gruselst du dich eigentlich?“ Wollte er dann wissen. Einige hier sahen nämlich wirklich gruselig aus und hatten sich mit dem eigenen Kostüm sehr viel Mühe gegeben. Für Lee sah es wie viel Mühe aus, da er sich mit Kostümen nicht so gut auskannte.
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#5


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER


John wusste, wenn er ehrlich war, selbst nicht mehr so genau, wie er eigentlich in diese Situation geraten war. Vor einigen Wochen hatte ihn eine Eule von Lexie mit einer Einladung zu ihrer Halloweenparty erreicht. Er hatte zwar mit der Schwester von Andy nie so viel zu tun gehabt, aber sie kannten sich eben durch seine Freundschaft zu Andy schon ganz gut. Anders konnte John sich die Einladung jedenfalls nicht erklären. Ursprünglich hatte John natürlich vorgehabt Annie zu diesem Fest einzuladen und mit ihr hinzugehen. Doch Annie und er hatten sich erledigt gehabt, ehe er hatte fragen können. Sicherlich war er auch selbst Schuld, immerhin hatte er das Gespräch erst angeleiert. Dennoch war Annie diejenige gewesen, die keine Beziehung gewollt hatte. Das hatte sie sehr deutlich gesagt. Eigentlich hatte John das vielleicht auch vorher schon gewusst … jedenfalls war aber dieses ganze Drama, was er noch keinesfalls verarbeitet hatte, der Grund für sein Benehmen hier. John hatte bisher allen zwar flüchtig mal Hallo gesagt, war aber nirgendwo stehen geblieben. Stattdessen hatte er sich an der Bar mehr als einen Feuerwhiskey gegönnt und war schon jetzt – obwohl der Abend noch jung war – ordentlich dabei.

Das passte eigentlich gar nicht zu John, doch er fühlte sich so deprimiert wie schon lange nicht mehr. Und obwohl er wusste, dass Alkohol keine Probleme lösen konnte, versuchte er es an diesem Abend. Er hatte sich gerade an der Bar einen weiteren Feuerwhiskey geholt, als er Sevilla entdeckte. Ob sie schon lange hier war? John ging auf seine Exfreundin zu, ohne groß darüber nachzudenken und lehnte sich mit dem Gesicht über ihre Schulter, sodass sich ihre Wangen beinahe berührten. „Hallooo-o“, säuselte John an ihrem Gesicht und grinste, als sie sich zu ihm herumdrehte. Was in Sevilla vorging – Schreck? Wut? Überraschung? Freude? – konnte John beim besten Willen nicht mehr erkennen. „Ich wusste ja gar nicht, dass du auch hier bist. Bist du schon lange da?“, fragte John sofort und hielt sein Glas mit Feuerwhiskey feierlich hoch. „Prost. Schön, dass wir uns hier sehen. Du siehst echt ssäxy aus!“ John nickte, um dem ganzen mehr Bedeutung zu verleihen und grinste dabei. Das war alles gar keine gute Idee und glich schon jetzt einer ausgewachsenen Katastrophe. Doch John war bereits jenseits von Gut und Böse und merkte das nicht mehr.

„Bist du in Begleitung hier?“, fragte John einfach geradeheraus und sah sich um. War vorher eine Begleitung bei Sevilla gewesen? Jetzt jedenfalls nicht mehr … hatte er sie in die Flucht geschlagen oder war Sevilla auch alleine aufgetaucht? „Ich bin alleine hier. Ganz allein. Aber jetzt nicht mehr. Jetzt bist du da. Du siehst gut aus, echt.“ John trank einen Schluck Feuerwhiskey und legte einen Arm um Sevilla. „Es ist echt schön dich hier zu sehen.“, sagte er zum zweiten Mal, ohne zu wissen, dass er das bereits gesagt hatte.
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#6


Die Ruine

am 01.01.1970


Now I'm feeling drunk and high

When I was down, when I was hurt
You came to lift me up

john bell & sevilla fawley | 31. OKTOBER

Halloween Kostüm

Noch immer konnte Sevilla es nicht fassen, dass sie hier war. Auf einer Party. In einem verdammten Halloweenkostüm. Wenigstens hatte sie Vincent zu einem halbwegs coolem überredet und musste nicht als nuttiges Kätzchen durch die Gegend laufen und ihren Hintern verdecken weil der kaum bedeckt war. Als Wahrsagerin konnte sie noch Leben und sie musste kein Kleid tragen, was sie als Pluspunkt ansehen würde. Das war Vincent ihr auch schuldig weil sie sich erst neulich in ein altes Kleid gezwängt hatte bei dem peinlichen Treffen mit John damals. Also warum war sie nochmal hier? Achja, weil Vince ihren weichen Punkt kannte und diesen Schamlos ausgenutzt hatte. Er hatte sie mit diesen treudoofen Rehaugen angesehen und gebeten doch herzukommen falls er sie brauchen würde bei seinem Date. Und da konnte sie unmöglich Nein sagen, denn Sevilla tat einfach alles für ihren besten Freund. Ihr kam es ja auch ganz gelegen mal ein Auge auf die beiden zu haben, nur um sicher zu gehen und ihn im Notfall beschützen zu können. Wobei sie schon hoffte, dass er Spaß haben würde. Mehr als sie bisher. Gut...sie gab sich gerade auch noch nicht so viel Mühe dabei. Ihr reichte es vorerst mit einem Drink in der Hand – irgendwas mit Blut im Namen zu Halloween – dazustehen und unauffällig zu Vincent hinüber zu sehen.

Aus dem Grund erschreckte John sie auch völlig unerwartet halb zu Tode als er angeschlichen kam und sie sein Gesicht auf einmal direkt neben ihrem befand und sie den Alkohol riechen konnte, den er wohl schon getrunken haben musste. Ihr Getränk verschüttete sie dafür halb auf den Boden weil sie so zusammenzuckte „Verdammt John!“ brummte sie leise und drehte sich zu ihrem Exfreund herum und trat einen Schritt nach hinten um Abstand zu gewinnen und seine Wange nicht mehr unmittelbar an ihrer zu spüren. „Du kannst mich doch nicht so zu Tode erschrecken wenn hier jeder aussieht wie ein Freak.“ murmelte sie und sah auf den Fußboden wo ihr ein Teil von ihrem Drink nun war. Dann blickte sie ihn das Gesicht von John und hob die Augenbrauen nach oben „Du...bist betrunken?“ stellte sie etwas überrascht fest weil das so gar nicht typisch für ihn war. Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass er sich je wirklich so richtig abgeschossen hatte. „Ist alles in Ordnung?“ fragte sie deswegen nach weil das eben so gar nicht John war. Dann lächelte sie aber „Ja mehr oder weniger freiwillig. Und nein....noch nicht sehr lange...“ antwortete sie und nahm einen Schluck von ihrem Drink. An dem verschluckte sie sich dann auch direkt wieder bei seinen Worten bis ihr die Tränen kam. Sie hustete einige Male und sagte schließlich „Okay...du bist ganz eindeutig betrunken wenn du das behauptest.“ sie war nun wirklich nicht der Mensch, den man als sexy bezeichnen würde. Sie war die Art von Mensch, die man nur mit Gewalt aus der Jogginghose herausbekam.

„Öhm...sowas...in der Art.“ sie deutete mit einem Finger zu Vincent rüber „Er hat mich irgendwie überreden können.“ fügte sie hinzu und lachte leise weil das so typisch für die beiden war. Und sie liebte Vincent ja auch genau dafür. Er brachte sie zu Dingen, die sie sonst nie gemacht hätte. Als John anfing sich zu wiederholen drehte sie sich ein wenig und entfloh seinem Arm damit auch erstmal um ihm energisch den Feuerwhiskey aus der Hand zu nehmen „Ich glaube du solltest jetzt echt eine Pause machen John.“ sagte sie dann ernst zu ihm. „Hör mal...ich weiß nicht was los ist..aber...Alkohol ist nicht die Lösung dafür.“ aber ob das jetzt noch bei ihm ankommen würde?
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#7


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER


John setzte sofort seinen entschuldigenden Dackelblick auf, als Sevilla ihn anfuhr. Er glaubte jedenfalls, dass das der Ausdruck auf seinem Gesicht war. „Sssory!“, surrte John und kniff die Augen etwas zusammen, um ein scharfes Bild von Sevilla zu bekommen … und bei Merlin, das bekam er! „Wieso sehen hier alle wie Freaks aus? Du siehst scharf aus!“, antwortete John einfach geradeheraus, ohne lang – überhaupt – über seine Worte nachzudenken. John drückte sein Whiskeyglas an seine Brust und neigte leicht den Kopf von rechts nach links. „Betrunken würde ich jetzt nicht unbedingt sagen.“ Dabei war er so betrunken das letzte Mal in seinen frühen Zwanzigern auf irgendeiner Party gewesen, auf die Andy ihn hingeschleppt hatte. Das war also echt schon ne verdammt lange Zeit her. Seit dieser Zeit hatte sich Johns Alkoholkonsum eigentlich immer auf ein bis fünf Bier beschränkt. Demnach war das hier eine ganz schöne Ausschreitung. „Klar ist alles super.“ John wippte etwas zum – aus dem – Takt der Musik und grinste dabei etwas dümmlich. „Das ist eine Party, da hab ich Spaß. Hast du Spaß?“ Der Fluchbrecher nahm einen Schluck seines Whiskeys und hickste danach leise. „Wieso? Du bist sexy, das mein ich ernst. Ich fand dich schon immer sexy und das Outfit, eindeutig sexy!“ John sah sich kurz um und deutete auf einen Typen in seiner Nähe. „Ich wette, wenn ich den frage, sagt der dir das gleiche!“, behauptete er also und war schon im Begriff sich umzudrehen, um den Typen zu Rate zu ziehen.

John folgte mit dem Blick Sevillas Finger und nickte. „Aah, Vincent. Den hab ich schon lange nicht gesehen… warum ist er denn dahinten und nicht bei dir?“, fragte John einfach das Erste, was ihm durch den Kopf schoss. Er war gerade sowieso in einer Phase, in der er nahezu alles, was ihm so durch den Kopf schoss, auch aussprach.
Als er Sevilla in den Arm nehmen wollte, wand sie sich heraus und nahm ihm gleichzeitig auch noch sein Glas weg. „Eh, entschuldige, das ist mein Drink. Ich brauche keine Pause, ich brauche mehr Whiskey. Und eventuell Liebe.“ John sah auf sein Glas und runzelte die Stirn. „Ich weiß, dass Alkohol keine Lösung ist. Aber mir geht es gut, Alkohol macht warm. Also gib mir meinen Whiskey zurück oder ich geh mir Neuen holen.“ Die Bar war jetzt nicht gerade weit entfernt, da war es nicht gerade eine Leistung, sich neuen Alkohol zu besorgen.
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#8


Die Ruine

am 01.01.1970


Now I'm feeling drunk and high

When I was down, when I was hurt
You came to lift me up

john bell & sevilla fawley | 31. OKTOBER

Als John sie so niedlich ansah schmolz ihr Herz für einen ganz kleinen Moment dahin. Sie biss sich auf die Unterlippe und schüttelte schnell ihren Kopf um sich zu ermahnen, dass er gar nicht so süß gerade aussah. Das sein Gesichtsausdruck eigentlich sogar ein wenig komisch war. „Schon okay. Ich weiß ja das es keine Absicht war.“ erwiderte sie lächelnd und legte den Kopf auf die Seite als er so die Augen zusammenkniff. Was sollte das denn jetzt werden? Vielleicht hatte er ein Problem mit den Augen, dass ihr bisher einfach nur nicht aufgefallen war und überlegte sich eine Brille anzuschaffen? „Weil Halloween ist?“ stellte sie eine Gegenfrage. Mit großen Augen starrte sie John an als er wiederholt von sich gab, dass sie scharf aussah. Er hatte ja schonmal gesagt, dass sie gut aussah. Aber das war im Bezug auf ihre Haare gewesen und nicht im Sinne von ...naja .. WIRKLICH attraktiv. Wie anziehend eben. Deswegen blinzelte sie auch ein klein wenig überfordert „Ich glaube du brauchst eine Brille. Ich sehe doch nicht scharf aus.“ murmelte sie verlegen und spürte wie die Hitze in ihre Wangen stieg. „Und wie würdest du es nennen?“ erkundigte sie sich belustigt weil sie John so wirklich ewig nicht mehr gesehen hatte. Er war doch eigentlich immer vorsichtig was Alkohol anging. Theoretisch jedenfalls. Sie lachte leise als sie John ansah in seinem Versuch zu tanzen „Du kennst mich. Ich hasse Partys.“ sagte sie ehrlich und bisher hielt sich ihr Spaß echt in Grenzen. Naja, bis John gekommen war der sie jetzt zum Lachen brachte. Verlegen blickte sie John an „Man sollte seine Exfreundin aber nicht sexy finden. Mal ganz davon abgesehen, dass es nicht stimmt.“ doch als John sich umdrehen wollte um jemanden wildfremdes zu Fragen ob sie sexy war hielt sie ihn energisch fest „Halt, Halt , Halt!“ rief sie dann leise aus und zog John wieder zurück. Seufzend ergab sie sich „Okay...okay...ich glaube dir aber bitte frag den Kerl nicht!“ gab sie sich geschlagen.


Sevilla lächelte als sie zu ihrem besten Freund hinüber sah „Er hat ein Date.“ sagte sie dann „Ich bin....sein Back-up falls was schief geht oder er einen Rat braucht. Und um ehrlich zu sein um ein wenig auf ihn aufzupassen aber das weißt du nicht von mir.“ es musste das ja nicht jeder wissen wobei sie sich bei John gerade nicht so sicher war, dass er nicht vielleicht doch direkt durch die Gegend schrie. Er schien wirklich ziemlich betüddelt zu sein.
Nur so konnte sie sich gerade erklären, dass er so permanent ihre Nähe suchte und wich ihm noch erfolgreich aus gerade weil sie das nervös machte. John hatte sie schon immer nervös gemacht und tat das auch immer noch. Alleine das gerade hatte für eine Gänsehaut gereicht aber sie wusste, dass es eine verdammt dumme Idee war, so viel hatte sie zum Glück ja noch nicht getrunken. „Du solltest wirklich mal zu was Wechseln ohne Alkohol.“ riet sie John dann leise und behielt das Glas weiterhin energisch in ihrer Hand. Sie dachte ja gar nicht dran ihm das jetzt einfach zurückzugeben. „Du brauchst was?“ fragte sie dann aber doch irritiert und sah ihn verwirrt an. Was wollte er denn jetzt damit sagen?! „Das wirst du schön bleiben lassen John!“ meinte sie energisch und hielt ihn an der Hand fest damit er nicht einfach abhauen konnte wobei ihr schon klar war, dass es wohl nicht so viel brachte aber irgendwie musste sie ihn doch fernhalten von der Bar. „Ich kann uns ja ein Glas Wasser holen“ bot sie an. Und das Alkohol diesen Effekt hatte wusste Sevilla nur viel zu gut. Sie war eine Meisterin damit ihre Sorgen zu erdrücken. Alkohol sorgte dafür, dass man gefühlt all das war das man in der Realität eben nicht war.
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#9


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER


John nickte langsam, bei der Erklärung von Sevilla. „Ja, leuchtet ein.“, erwiderte er sehr langsam und erlangte erst während er sprach die volle Erkenntnis. „Weil alle gruselig verkleidet sind, wegen Halloween.“, ergänzte er das und sah Sevilla irgendwie fragend an. Vielleicht war er sich nicht sicher, ob er das wirklich verstanden hatte …
„Ich brauche keine Brille.“, sagte John sofort empört und deutete mit seinen Händen an Sevilla von oben nach unten. „Du siehst echt verdammt scharf aus. Verdamm-mmm-mmm-t.“ Das sagte er hauptsächlich, weil er betrunken war. Nüchtern hätte John das sicher niemals laut ausgesprochen. Aber objektiv gesprochen sah Sevilla wirklich gut aus. Sie war einfach eine Naturschönheit. Das hatte John schon immer so empfunden. Aber jetzt – wo sie Expartner waren – hätte er das niemals mehr gesagt. Außer eben betrunken. So wie jetzt. „Ich würde es …“ John sah, wie ein Werwolf sich einen Drink holte. „Es ist doch gar kein Vollmond!“, scherzte John grinsend und fand sich selbst wirklich besonders komisch dabei. Er sah seine Exfreundin an und hob die Brauen. „Was war nochmal die Frage?“ Der Fluchbrecher winkte ab und verzog das Gesicht. „Das ist doch witzig hier. Findest du nicht?“ John seufzte, als Sevilla wieder behauptete, dass sie nicht sexy war. „Abgesehen davon, was ich finden sollte oder nicht, bist du sexy. Das fand ich schon immer. Und heute siehst du besonders sexy aus. Du siehst immer gut aus und immer sexy. Aber heute besonders. Es gab aber auch schon andere Tage, an denen du besonders sexy warst … als ich letztens bei dir zuhause war, du geweint hattest. Okay, das war nicht sexy. Aber du sahst wirklich hübsch aus. Du bist hübsch. Das mein ich echt so.“ John hatte gerade wirklich katastrophal lange darüber geredet, aber zumindest bekam sie ihn noch aufgehalten, als er einen weiteren Kerl zu Rate ziehen wollte. „Okay.“

„Ach, das wird schon laufen. Und was war dein Plan für die Zeit, in der er dich nicht braucht?“ John sah Sevilla interessiert an und lächelte dabei – wie eigentlich die meiste Zeit – vor sich hin. Doch ihm verging das Lächeln, als Sevilla ihm den Alkohol verweigerte. John brummte leise und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wieso? Dir kann es doch egal sein wie viel ich konsumiere.“, beschwerte er sich leise und ließ sich dann aber einen Moment wieder beirren. „Ich brauche Alkohol. Und Liebe.“, wiederholte er das nochmal, ohne seine Worte dabei irgendwie merkwürdig zu finden.
John schüttelte den Kopf. „Ich will kein Wasser. Ich will Whiskey. Aber was anderes mit Alkohol wäre auch okay. Wir könnten uns auch einen Whiskey teilen, dann kriege ich nicht so viel?!“, schlug John vor und fand den Kompromiss wirklich schlau gedacht.
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#10


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER

Es war zwar nicht nett aber sie musste doch leise Lachen als John sie so ansah und aussah als hätte er so gar keinen Plan worüber sie gerade sprachen. Er wirkte jedenfalls ein wenig verwirrt und leider auch verdammt niedlich dabei. Sie biss sich auf die Unterlippe und schielte an ihm vorbei in die Richtung von ihrem besten Freund. Es war ihr ein Rätsel, dass sie bei John einfach nicht stark bleiben konnte. Sie hatte schon so viele Menschen kommen und gehen sehen aber von ihm konnte sie nicht lassen. SCHEIßE! War sie etwa wirklich wie ihre Schwester ?! War sie etwa schon genauso verrückt? Panik breitete sich in ihr aus doch sie versuchte sich selber zu beruhigen indem sie sich sagte, dass sie John ja gar nicht stalkte. Er hatte SIE ja auch angesprochen...dann war das doch was ganz anderes...oder? Andererseits fand Sue ja auch das ihre Beziehung zu Andy total normal war. Vielleicht lag es also in der Familie das man gar nicht bemerkte wenn man schon ins Mungos gehörte. John riss sie aus ihren Gedanken als er meinte er bräuchte keine Brille. Ihre Wangen wurden rot als er so an ihr hinunter deutete und sie war schlichtweg völlig überfordert mit der Situation gerade und sie wünschte sich das er einfach nicht mehr von ihrem Aussehen reden würde. Es war einfach nicht typisch für John so etwas zu sagen – nicht SO und das wusste Sevilla ganz genau. Was Sevilla vor allem ärgerte war die Tatsache, dass ein kleiner Teil in ihr sich fragte ob er das wirklich so sah. Ob der echte John das auch dachte und nicht nur der betrunkene. Wobei das am Ende des Tages ja auch nichts ändern würde. Er würde sie nicht zurücknehmen wenn sie die letzte Frau auf dem ganzen Planeten wäre. Ungewollt lachte Sevilla auf „Du machst wirklich RICHTIG schlechte Scherze.“ sagte sie dann glucksend zu ihm auch wenn sie das durchaus ein wenig amüsiert hatte. „An Halloween passierte eben alles.“fügte sie dann noch hinzu und grinste breit. Die verrücktesten Dinge passierten ja bekanntlich auf solchen Partys. Wie ein betrunkener Exfreund der nicht aufhörte darüber zu sprechen das sie sexy war. „Naja...doch schon irgendwie. Aber bei mir Zuhause auf der Couch in Jogginghose wäre es auch voll witzig gewesen. Ich kann mich alleine genauso gut betrinken wie in einer Gruppe.“ erklärte sie. Auf einer Party war es nur nicht so traurig. Sie sah John ins Gesicht bei seinen Worten und schluckte. Oh Mist. Gegen ihren Willen konnte sie bemerken wie ihr Herz weich wurde bei seinen Worten und schneller schlug. Sehr viel schlimmer weil das was er sagte wirklich schön war. Genau das, was ihr dummes Herz hören wollte das John immer noch liebte. Dabei wusste ihr Verstand es besser nämlich, das dies hier nicht echt war. Nichts von dem was er gerade sagte. Ihr Verstand hatte gerade nur relativ wenig zu sagen weshalb sie voll darauf ansprang und verlegen lächelte „Danke, wirklich. Es ist wirklich nett das mal von jemandem zu hören der nicht Sue ist..“

Etwas verwirrt blickte sie ihn an „Ehm...“ lautete ihre Antwort während sie ein paar Mal blinzelte und überlegte was denn jetzt eigentlich ihr Plan für den Abend gewesen war. Um ehrlich zu sein hatte sie gehofft, dass sie sich einfach von dannen machen konnte ohne das es aufgefallen wäre um dann später zu sagen, dass Vincent sie nur nicht gefunden hatte. John war eigentlich kein Teil von ihrem Plan gewesen. Das war er nie und doch tauchte er immer wieder auf, egal wie sehr sie auch versuchte ihm aus dem Weg zu gehen. „Also...so einen richtigen Plan hatte ich nicht.“ murmelte sie schließlich leise und kratzte sich am Hinterkopf. Als e die Arme vor der Brust verschränkte seufzte sie auf „Du bist mir aber wichtig John, verdammt. Und wäre es anders herum würdest du auch auf mich aufpassen jetzt weil du einfach so bist. Also lass mich doch bitte auch einmal was nettes für dich machen!“ er hätte sie auch abgehalten wenn sie betrunken gewesen wäre. Wobei das ja auch zugegeben ihr Plan gewesen war sich vollaufen zu lassen aber sie hatte auch mehr Erfahrung darin als John der nie trank. „Ich....kann dir eine Umarmung anbieten..“ sagte sie schließlich zu ihm als er nicht aufhören wollte von Liebe zu reden und sie nicht wusste was sie darauf antworten sollte. Es war einfach merkwürdig wenn er hier stand und sagte das er Liebe brauchte und sie genau wusste, dass es nur daher rührte das er jetzt betrunken war.
Sevilla lachte leise bei dem Kompromiss von John den er ihr machte „Guter Versuch.“ sagte sie grinsend „Was hälst du davon wenn du ein Glas Wasser trinkst und ich den Whisky?“ schlug sie vor während sie ihn ansah. DAS fand sie nun wiederum einen wirklich guten Vorschlag und sie war um einiges fitter als er es war. „Vertrau mir. Morgen wirst du mir dafür auf Knien danken.“ beharrte sie lächelnd und legte ihre Hand an seinen Arm.
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#11


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER


John fand sich selbst wirklich witzig. Deswegen konnte er auch nicht verstehen, warum Sevilla seine Scherze schlecht fand. Allerdings – das war ein kleines Problemchen – wusste er nicht mehr, was er für einen Witz gerissen hatte. Er konnte also eigentlich nicht wirklich beurteilen, wie witzig dieser gewesen war. Hatte er überhaupt einen Witz gerissen? Egal … Sevilla prophezeite, dass an solchen Abenden alles passieren konnte. „Was denn zum Beispiel?“, fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen und sah Sevilla interessiert an. Spielte sie auf etwas Bestimmtes an?
„Aber zuhause auf deiner Couch bin ich nicht. Ich vermute also mal, dass es nicht halb so witzig dort wäre….“ Gut, dass John so betrunken gar nicht von sich selbst überzeugt war. Dabei war jetzt wahrscheinlich der Moment, wo er am bescheidensten hätte sein sollen. „Dabei sagt deine Schwester damit wenigstens mal was Vernünftiges!“, gluckste John ehrlich und schmunzelte etwas.

„Dann ist dein Plan jetzt wohl, dass du den Abend mit mir verbringst, oder?“, riet John und grinste wieder. Er neigte den Kopf ein wenig und sah Sevilla verdutzt an. Da redete sie aber gerade mal Tacheles mit ihm! John schürzte die Lippen ein wenig und blinzelte ein paar Mal. „Ich bin dir wichtig?“, fragte er dann und sog damit die Quintessenz aus Sevillas Worten. Nicht.
John zuckte mit den Schultern. „Ich denke für den Anfang ist das okay.“ Damit nahm er die Umarmung an. Aber eigentlich war ihm das ja nicht genug… eigentlich wollte er ja schon gerne mehr als nur eine Umarmung… der Gedanke wurde unterbrochen, weil Sevilla ihm Wasser anbot. Aber immerhin wollte sie dafür Whiskey trinken. „Gut, das machen wir so. Dann wirst du was lockerer und erreichst irgendwann meinen Pegel. Das klingt gut.“ John winkte ab und schüttelte den Kopf. „Ich bin schon längst über den Kopfschmerz-Pegel hinaus. Da gibt es jetzt auch mit Wasser kein Zurück mehr!“
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#12


Die Ruine

am 01.01.1970


l
caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER

Sie blinzelte John an bei seiner Frage „Was?“ fragte sie etwas verwirrt und schüttelte ihren blonden Kopf ein wenig. Sie gestikulierte mit ihren Händen ein wenig in der Luft herum bevor sie sagte „Na du weißt schon“ sie deutete jetzt auf ihn selber „Zum Beispiel den betrunkenen Exfreund treffen gehört dazu.“ erklärte sie belustigt und grinste schief. „Oder jemanden in einem einem Kostüm...wo man ebenso gut auch hätte nackt gehen können.“ sie blickte sich flüchtig um und schüttelte innerlich darüber den Kopf. „Was dachtest du denn was ich meine?“ kam es ihr aber jetzt wieder in den Sinn.  Nur damit ihr wenige Sekunden später die Kinnlade hinunter klappte  bei seinen Worten „Ehm...was?“ fragte sie und räusperte ich verlegen „Es ist schon lustig auf meiner Couch.“ lautete ihre zugegeben ziemlich lahme Antwort aber wie sollte sie schon darauf reagieren wenn er solche Dinge zu ihr sagte? Wie sollte sie ihrem Herzen erklären, sich verdammt nochmal nicht vorzustellen wie John auf ihrer Couch lag. Oder dass das hier einfach ein betrunkener Zustand hatte, der nichts an der Realität ändern würde. Gar nichts.“Wärst du auf meiner Couch würdest du vermutlich nur mein Chaos bemängeln.“ sagte sie dann aber noch.

Sevilla überlegte kurz „Ich schätze schon.“ sagte sie dann und lächelte. Jedenfalls war das vorerst eine bessere Alternative als sich alleine zu betrinken, dass wirkte gleich immer so traurig. Oh heilige Eulen Kacke! Wie kam sie hier jetzt wieder heile aus dem Gespräch heraus? Aber John war schon so betrunken, dass er diesen Teil vielleicht einfach vergaß allerdings schien er eine Antwort zu erwarten. Sie stieß einen tiefen Seufzer aus „Natürlich bist du das.  Warst du immer und wirst du immer sein John.“ er würde für sie immer auf einem Podest stehen, an das niemand sonst heran kam. Auch wenn sie zugeben musste, dass ihn betrunken zu sehen ein wenig dabei half, ihn als ganz normalen Menschen zu betrachten.
„Für den Anfang?“ fragte sie und schüttelte ihren Kopf weil sie es lieber nicht so genau wissen hatte wenn er vorhatte sich mit jemandem zu treffen oder hier später noch jemanden zu treffen. Das sie wollte das er glücklich war hieß jetzt nicht, dass sie unbedingt auch jedes Detail darüber wissen wollte. Denn das wollte Sevilla eindeutig nicht aber für eine tröstende Umarmung war sie immer da. Deswegen schlang sie ihre Arme jetzt um John und drückte ihn ein paar Sekunden an sich ehe sie ihn wieder losließ und lächelte.  „Also bitte!“ beschwerte sie sich und lachte „Ich hab Erfahrung im trinken – ich bin eine Fawley. Bis ich deinen Pegel erreicht habe liegst du unterm Tisch und schläfst.“ versicherte sie ihm und grinste jetzt. Sie hatte ja noch die Stille Hoffnung, dass John ein wenig ausnüchtern würde aber das war vielleicht nur Wunschdenken. Also seufzte sie ergebens „Schön...einen Whiskey, aber nur EINER und dann hörst du auf zu nörgeln!“ warnte sie mit erhobenem Zeigefinger und lief hinüber zur Bar um den beiden ein Getränk zu holen. Als sie wiederkam reichte sie John sein Getränk.
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#13


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER


John hatte wohl irgendwas anderes erwartet. Er sah etwas irritiert drein und wusste einen Moment nicht, was er sagen sollte. Dabei war das gerade eher selten, so in seinem betrunkenen Zustand. „Achso.“, erwiderte er etwas platt und neigte den Kopf ein wenig. Was hatte er denn erwartet? Dass Sevilla gleich sagte, dass man mit dem Ex in der Kiste landete? Diese Gedanken sollte er vielleicht schnell wieder aus seinen Gedanken streichen… „Ich weiß nicht. Vielleicht möchtest du ja alte Romanzen wieder aufleben lassen?“, sagte John einfach, ohne darüber wirklich nachzudenken. „Oder vielleicht suchst du dir Neue. Könnte ja auch sein!“, fügte er schnell noch hinterher und zuckte mit den Schultern. Vielleicht hatte Sevilla Recht und er sollte langsam mal auf Wasser umsteigen?
„Ich glaube ich hätte andere Dinge zu tun, wenn ich mit dir auf der Couch wäre.“, erwiderte John nun wieder sehr direkt und sein Blick wanderte zu Sevillas Lippen. Die hatte er schon immer geliebt … sie waren so schön weich. Er schluckte und streifte mit der Hand unauffällig – jedenfalls in seinem Empfinden – Sevillas Hand.

John lächelte ein wenig und seufzte auf. „Du bist mir auch wichtig, weißt du.“, sagte er dann und meinte das auch wirklich ehrlich. Unwichtig war sie ihm nach allem was war nicht. Und das würde sie auch nie sein können. Er legte vorsichtig eine Hand an Sevillas Wange und lächelte wieder. „Wie könntest du mir auch nicht wichtig sein?“, fragte John eher rhetorisch und strich mit dem Daumen sanft über ihre Wange.
Langsam suchte er wirklich viel Körperkontakt und das war sicher zu großen Teilen dem Alkohol geschuldet. Hinzu kam – unglücklicherweise noch – sein gebrochenes Herz. Sevilla merkte das offensichtlich auch und konnte wohl auch nicht ganz einschätzen, worauf John noch so aus war. Das konnte er ja auch nicht. John ließ sich auf die Umarmung ein und verharrte einige Augenblicke darin, bis Sevilla sich löste. Er schmunzelte und war froh, dass Sevilla eben Sevilla war. „Das könnte leider wirklich passieren. Obwohl ich echt oft Bier trinke, bin ich echt nicht trinkfest. Nicht wenn es um Schnaps geht.“, gab er zu, was eigentlich wohl schon offensichtlich war. John wartete brav, bis Sevilla mit den Getränken wiederkam und prostete ihr zu. „Auf die schönste Frau auf der Party. Auf dich!“
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#14


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER

Natürlich verstand Sevilla überhaupt nicht was John andeuten wollte. Wie sollte sie denn auch? Ihr kam es gar nicht in den Sinn weil naja.. John ja immer sehr deutlich gewesen war und sie ja im Grunde auch wusste, dass er nichts mehr für sie übrig hatte. Nicht auf DIESE Weise. Mal davon abgesehen, dass sie sowieso einfach sehr oft auf dem Schlauch stand wenn es um Gefühle ging. Es war also nicht sehr verwunderlich das sie Gegenüber von John stand und die Stirn runzelte bei seinen Worten „Wie alte Romanzen? Hier ist doch gar keiner mit dem ich Mal.. -“ sie schwieg auf einmal als ihr klar wurde, dass ER ja auch zu alten Romanzen gehörte. Hatte er das etwa gemeint? So ein Blödsinn! Langsam spielte ihr Verstand ihr wirklich einen Streich. „Ich glaube das möchtest du nicht..“ erwiderte sie deswegen leise ohne genauer darauf einzugehen was sie damit meinte oder was er meinte. Doch auf einmal wurde John noch direkter und Sevilla konnte spüren wie ihr die Hitze in die Wangen stieg „Achja?“ fragte sie ein wenig heiser nach und räusperte sich dann schnell. Verdammt! Sie sollte gar nicht erst darüber nachdenken ihn zu küssen.

Ein Lächeln schlich sich auf die Lippen von Sevilla bei seinen Worten „Das weiß ich.“ sagte sie dann leise. Das wusste sie wirklich denn es war etwas, dass der nüchterne schon auch immer mal sagte. Das sie ihm nicht egal war und das war beides ja doch eigentlich so ziemlich dasselbe oder? Und John war ihr ja auch wichtig, dass hatte sich nie wirklich geändert. Auch jetzt wollte sie nur das Beste für hin und wollte am liebsten alles schlechte auf der Welt von ihm fern halten weil er so ein netter Mensch war. Leider waren nur wenige Menschen so wie er. Sie wurde aus den Gedanken gerissen als sie dann auf einmal die Hand von John an an ihrer Wange spürte und sie für den Bruchteil der Sekunden ein klein wenig zusammenzuckte. Da war sie. Seine warme Hand die ihr über die Wange strich, dass war so eine vertraute Geste, Sevilla bekam das Gefühl als wäre gar keine Zeit vergangen. Und sie erwischte sich dabei wie sie für einen kurzen Moment die Augen schloss und ihr verdammtes Herz direkt wieder bis zum Hals schlug. John war wirklich ihre Schwachstelle! So ein verdammter Mist! Sie öffnete ihre Auge wieder und atmete durch als sie ihn ansah. Dann umarmte sie John auch schon und drückte ihn für ein paar Sekunden an sich „Das wird schon wieder..“ sagte sie leise zu ihm. Sevilla wusste nicht was los war aber sie kannte John lang genug um zu wissen das IRGENDWAS los war. Doch sie verstand auch besser als jeder andere Mensch wenn man nicht drüber reden wollte. „Schon aber du hast Sue nicht als Schwester.“ wand sie grinsend ein und ging den beiden dann einen Drink holen. Was hoffentlich der letzte für John an diesem Abend sein würde. Hoffentlich. Sie stieß mit ihm an und schmunzelte „Spinner. Ich bin nicht die schönste Frau auf der Party“ meinte sie sichtlich verlegen lächelte aber dennoch darüber und trank anschließend ein Schluck Feuerwhiskey.
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#15


Die Ruine

am 01.01.1970


Lee & Carter

Halloween


31. Oktober 1998, abends


„Danke“, antwortete Carter grinsend und zeigte seine Zähne, als Lee auch sein Kostüm lobte. Er war wirklich froh, dass sie hier etwas Extraverdienst machen konnten. Jetzt wo er Vater wurde, konnte er etwas zusätzliches Geld dringend gebrauchen. Im Moment war es hier aber auch noch soweit ruhig, dass Lee und Carter sich nebenbei sehr gut unterhalten konnten. Lee berichtete Carter von seinem Wiedersehen mit seiner Exfreundin. In den Ohren des Iren klang das ziemlich verliebt und daher musste Carter schmunzeln. „Okay, das klingt ein bisschen so, als wärst du nie wirklich über sie hinweggekommen“, mutmaßte er schief grinsend. Soweit er wusste, hatte Lee in letzter Zeit auch nie eine andere ernsthafte Beziehung gehabt. „Wie heißt denn die Glückliche?“, wollte Carter nun neugierig wissen. „Und warum habt ihr euch damals eigentlich getrennt, wenn ihr jetzt eigenltich immer noch so gut miteinander klarkommt?“, fügte er hinzu und schaute Lee interessiert an. „Ihr geht es bestimmt genauso und sie ist auch froh, dass ihr jetzt wieder im Kontakt steht“, ermutigte er seinene Mitarbeit weiter. Anschließend überlegte Carter kurz, weil Lee einen Tipp haben wollte, wie er seiner Ex eine Freude machen könnte. „Hattet ihr früher irgendeinen gemeinsamen Lieblingsplatz? Oder irgendein Ritual? Oder einen Song, der euch verbunden hat oder irgendwie sowas?“, fragte Carter, „sowas könntest du aufwärmen und sie damit überraschen. Indem du sie zu einem Treffen an einem Platz einlädst der für eure Geschichte wichtig ist. Zum Beispiel dorthin wo ihr euren ersten Kuss oder euer erstes Date hattet oder wo ihr ein Paar wurdet? Oder du könntest ihr eine Platte schicken mit Songs, die dich an sie erinnern?“ Carter liebte romantische Überraschungen und hatte da deswegen immer viele Ideen.

Wegen seiner eigenen Exfreundinnen grinste Carter schief. „Ich bin wirklich froh, dass ich die losbin“, sagte er nochmal, „um ein Haar wäre ich jetzt mit Bonnie Troy verheiratet. Ich kann eigentlich echt froh sein, dass sie mich hat sitzen lassen…“ Von Carter Beziehung zu dem Quidditch Star wusste eigentlich so gut wie jeder. Carter konnte sich nur heute gar nicht mehr vorstellen, wie er hatte denken können, für immer mit Bonnie zusammen zu bleiben. Dennoch schien er komplizierte Geschichten anzuziehen, denn mit Lelia war es nun auch nicht gerade einfach. „Nein, das machen wir nie“, seufzte Carter daher jetzt auf Lees Frage hin. „Unsere Beziehung ist ja nicht öffentlich… Lelias Familie ist dagegen“, sagte er und zuckte die Schultern, weil es offensichltich war, dass ihm das natürlich nicht gefiel. „Natürlich wird aber sehr bald schon jedem auffallen, dass sie schwanger ist… aber ich bin nicht sicher, ob sie dann zu mir stehen wird oder irgendeien Lüge erzählen muss“, fuhr er bedrückt fort.

Zwischendurch schenkte Carter kurz zwei Getränke an als Skelette verkleidete Gäste aus. Er grinste Lee nochmal an. „Bisher noch nicht so sehr“, meinte er schmunzelnd, „Aber das ja kann ja noch kommen. Vielleicht gelingt es mir ja auch noch, DICH so richtig zu erschrecken…“
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#16


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER


John lächelte wissend, als Sevilla meinte, dass hier gar keine alten Romanzen anwesend waren. Offensichtlich dachte sie nicht an ihn oder tat es nun, nachdem sie so abrupt geendet hatte, doch. „Ich bin hier.“, sagte er aber dennoch, falls sie das nicht selbst gerade schon sah. Zumindest wusste John aber jetzt auch, dass hier keine weiteren ehemaligen Romanzen von Sevilla rumliefen. John presste die Lippen leicht zusammen und zuckte unschuldig mit den Schultern. „Und wenn ich das doch möchte?“, fragte John mit unschuldigem Ton und seine Augen weiteten sich noch etwas. Johns Hand strich an der von Sevilla vorbei und sein Blick blieb an ihren Lippen hängen. „Dir denn nicht?“, fragte er leise und ebenfalls etwas heiser und wendete den Blick dabei nicht ab. Zu gerne hätte er sie jetzt geküsst…

„Gut.“ John nickte und sah Sevilla einige Sekunden einfach nur an. John fühlte sich gerade seit Langem – jedenfalls nach seinem betrunkenen Verstand zu urteilen – mal wieder geborgen. Er genoss Sevillas Anwesenheit sehr und nachdem sie ihnen neue Getränke geholt hatte, stieß er mit ihr an. „Stimmt. Du bist auch außerhalb der Party eine der schönsten Frauen!“, sagte er und lächelte dann etwas abwesend. Natürlich wanderten seine Gedanken nun wieder zu Annie, die auch so schön war … doch da wollte John jetzt eigentlich nicht dran denken. Immerhin war er eigentlich mit Sevilla hier. Oder hatte sie hier getroffen und machte sich jetzt schamlos an sie ran. John sah wieder zu Sevilla und legte seine Hand wieder an ihre Wange zurück. „Du bist wirklich schön.“, sagte er nochmal, stellte sein Glas ab und legte die zweite Hand ebenfalls an ihre Wange. Er lehnte sich vor und zog sie dabei sanft zu sich, um sie zu küssen. Johns Hände wanderten ganz automatisch in ihren Nacken und an ihren Rücken und zogen Sevilla näher zu ihm. Was machte er da nur?
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#17


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER


Wie hätte sie denn auch ahnen sollen, dass John sich selber meinte. Das war so absolut unwahrscheinlich, da wäre Vincent ja vermutlich noch eher in Frage gekommen als ihr Exfreund der vor ihr stand. Aus dem Grund stand sie vermutlich auch so extrem auf dem Schlauch und brauchte ein wenig bis bei ihr die Galleone fiel aber das tat sie auch nur sehr, sehr langsam. „Ja du ist hier...“ wiederholte sie leise seine Worte. Er war irgendwie immer da. Ganz egal ob sie es gerade wollte oder nicht. Ob sie ihm aus dem Weg gehen wollte oder nicht. John war einfach immer da. Genau wie jetzt. Aber ganz langsam fragte sie sich schon wie viel er denn getrunken hatte, dass er sich so verhielt. Das Problem war nur, dass es leider auch eine Wirkung auf sie hatte und ihre Knie weich wurden. „Ich...ich weiß nicht..“ sagte sie leise zu ihm weil sie es wirklich nicht mehr sagen konnte. Ihr Kopf war benebelt und es viel ihr gerade wirklich schwer noch herauszufinden was richtig oder falsch war. Sevilla schluckte als er sie weiterhin ansah und war unfähig wegzusehen „Doch schon...“ erwiderte sie leise und räusperte sich „Aber...ich...ich weiß nicht ob das eine gute Idee ist...“hauchte sie leise dabei wollte aber alles in ihr ihn unbedingt küssen.

Sie sollte jetzt eindeutig gehen. Nein, sie MUSSTE dringend gehen und hier wegkommen bevor die beiden wirklich noch auf dumme Gedanken kamen. Aber so sehr sie ihren Beinen das auch befahlt (okay so viel Mühe gab sie sich auch nicht) , die wollten sich einfach nicht bewegen. Sie stand hier wie festgewachsen und konnte sich nicht von seinem Anblick lösen. Er war immer noch der schönste Mann der ihr je begegnet war. Lächelnd stieß sie mit John an „Ach was.“ wehrte sie dennoch ab und schüttelte ihren Kopf weil sie das nun wirklich besser wusste. Und dann stellte er auf einmal sein Glas ab und sie blickte ihn völlig verwirrt an als er auch noch seine zweite Hand an ihre Wange legte. Das Herz rutschte ihr in die Hose und schlug dann mindestens doppelt so schnell weiter. Sie ließ sich näher an John ziehen und war nicht fähig sich jetzt loszureißen von ihm. Wie könnte sie auch? Das überstieg ihre Selbstbeherrschung gerade um einiges. Sevilla ließ sich an John ziehen und und erschauderte ein wenig als sie ihm noch näher kam und schloss ihr Augen als John ihr immer näher kam um sie zu küssen. Sie war absolut geliefert.
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#18


Die Ruine

am 01.01.1970


Vincent hatte zur Zeit und auch auf dieser Party definitiv seine eigenen Probleme und Baustellen. Dennoch behielt er auch den ganzen Abend lang nebenbei seine beste Freundin Sevilla im Auge. Es gefiel ihm gar nicht, dass sie schon die ganze Zeit mit ihrem Ex John rumhing. John hatte sie jetzt so lange wie Luft behandelt und sich mit anderen Frauen herumgetrieben. Warum kam er auf einmal wieder bei Sevilla an? Sicherlich nur weil er ein betrunkener Typ war! Vincent war selbst schon ziemlich betrunken, er konnte das Feeling nachvollziehen. Doch Sevilla stieg auch noch voll darauf ein. Das besah Vincent sich schon den ganzen Abend lang argwöhnisch aus der Ferne. Doch als er schließlich sah, wie John Sevillas Kopf in die Hand nahm, sah er rot. Waren die etwa drauf und dran, sich zu küssen? Vincents Beschützerinstinkt setzte ein. Das durfte ja wohl nicht wahr sein! Niemals würde er Sevilla die Tour verderben bei einem Kerl, doch er wusste ganz genau, wie sehr sie seit einer Ewigkeit wegen John litt. Es wäre so, als würde er auf einmal mit David knutschen! Er musste das verhindern!

Also überlegte er in seinem angetrunkenen Zustand nicht lange und stürmte zu den Turteltauben hin. Noch bevor die beiden sich wirklich küssen konnten, packte Vincent John am Kragen. „Was soll das hier werden?“, fuhr er ihn an, „Was fällt dir ein, du Schwein!!“ Es hörte sich fast so an, als wäre Sevilla seine Freundin. Doch John kannte ja Vincent und wusste genau, in welcher Beziehung er zu Sevilla stand. Kopfschüttelnd wandte er sich an diese. „Bist du dumm?“, fragte er sie, „Was treibst du hier!? Denk doch mal nach! Halt dich fern von ihm!“ Vincent ließ Johns Kragen los und wich einen Schritt von den Beiden zurück. Natürlich hatte er nicht vor, handgreiflich zu werden und er hoffte sehr, dass John sich nicht prügeln wollte oder sowas. „Hast du denn keinen Anstand?“, fuhr Vincent ihn total wütend an. Wie viele Nächte hatte Sevilla wegen dieses Mistkerls geweint! Und jetzt sowas!
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#19


Die Ruine

am 01.01.1970


caught in a bad romance
I WANT YOUR DRAMA
THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER


John hatte jetzt schon den ganzen Abend mit Sevilla geflirtet. Dabei vergaß er vollkommen, was das mit Sevilla machte oder machen könnte. Dafür war er von Anfang an zu betrunken. Hinzu kam noch, dass ihm schon wieder das Herz gebrochen worden war. Das waren sicherlich keine Rechtfertigungen für sein Verhalten. Und unter anderen Umständen wäre dieser Abend vielleicht anders verlaufen. Aber jetzt stand er hier, denn der Abend war nicht anders verlaufen, und war im Begriff Sevilla zu küssen. Es fühlte sich richtig an, was er hier tat, aber vielleicht war das auch nur der Alkohol, der seine Sinne trübte. Doch bevor seine Lippen die von Sevilla berührten, wurde er am Kragen zurückgerissen. John ließ abrupt von Sevilla ab, als er die Stimme von Vincent vernahm.

„Scheiße, was soll das fragst du?“, stieß John erschrocken aus und sah Vincent dann mit großen Augen. „Was soll das von dir?“ John zog an seinem Kostüm und rückte es wieder zurecht, nachdem Vincent ihn losgelassen hatte. Doch als Vincent sich dann an Sevilla richtete und John ihm zuhörte, dämmerte ihm wenigstens ein bisschen, was er hier tat. Johns Herz raste und ihm wurde speiübel. Ob das auch am Alkohol lag? Diesmal wohl nicht.
Er atmete tief durch und legte Vincent eine Hand an die Schulter. „Rede nicht so mit ihr.“, forderte er sofort und sah nur ganz kurz zu Sevilla. „Es ist nicht ihre Schuld. Das … das ging alles von mir aus.“, erklärte John peinlich berührt und merkte, wie sein Kopf rot wurde, als Vincent ihn fragte, ob er keinen Anstand besäße. „T-tut mir leid.“, brachte John nur etwas holprig hervor und sah dann wieder zu Sevilla. Bei Merlin, jetzt konnte er ihr fast nicht mehr in die Augen sehen. „Das war falsch, tut mir leid. Ich hätte das nicht … ich wollte nicht. Tut mir leid.“, stotterte er weiter und sah nun auf den Boden. Er konnte keinem der beiden mehr in die Augen sehen.
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#20


Die Ruine

am 01.01.1970


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THE TOUCH OF YOUR HAND
JOHN&SEVILLA | 31. OKTOBER




Und vorbei war der Zauber genau in dem Moment als sie eine Hand an ihrer Schulter spürte und herumgedreht wurde. Vincent. Die Realität trat mit voller Wucht ein und traf Sevilla wie einen Schlag. Denn sie blinzelte jetzt nur noch sichtlich erschrocken zwischen Vincent und John hin und her als ihr langsam wieder in den Kopf sickerte was sie gerade fast zugelassen hätte. Und ihr wurde auch klar, dass Vincent sie gerade vor einem Fehler bewahrt hatte, sie beide. John war betrunken und glaubte vielleicht gerade das es eine gute Idee war aber das war es nicht. Alles was sie davon gehabt hätte wäre noch mehr leiden wegen John und davon hatte sie eigentlich wirklich genug gehabt. Vincent wusste am besten von allen Menschen wie sehr sie darunter litt, deswegen verstand sie sogar das er wütend war auf sie. „Vince...“ meinte sie dann leise als er vor ihr stand weil er ebenfalls schon ziemlich betrunken war. Sevilla wollte aber unter keinen Umständen, dass John davon erfuhr wie es ihr ging wenn sie das nur irgendwie vermeiden konnte. Doch noch bevor sie irgendwas sagen konnte nahm John sie in Schutz und ihr dummes Herz fiel natürlich sofort wieder darauf rein. Na wunderbar. Sie presste die Lippen zusammen und versuchte sich selber klar zu machen, dass es gar nicht so nett war was er da gerade machte und das es keinen Grund gab Herzflattern zu bekommen. Aber wem machte sie was vor? Sie war doch selber Schuld und hatte die schlafenden Dämonen in ihr wieder geweckt. Jetzt hatte sie das Unheil, was sie nicht mehr hatte haben wollte. „John schon gut... ich weiß was Vince mir sagen wollte“ sagte sie und versuchte die Lage damit irgendwie zu beruhigen. Dann sah sie zu Vincent und versuchte ihm irgendwie mit einem Blick zu sagen, dass sie ihre Gefühle jetzt nicht vor John besprechen wollte doch sie war sich nicht sicher ob diese Botschaft jetzt noch ankam bei ihm. „Sei nicht so hart zu ihm...“ bat sie ihren besten Freund leise als John so den Kopf einzog. Sie würde vermutlich nie aufhören können ihn in Schutz zu nehmen. Und dann entschuldigte John sich bei ihr und sie wünschte sich er würde einfach gar nichts mehr sagen. Sie wollte nicht hören, was sie eh schon wusste: Das war ein Fehler. Ihr Herz schrumpfte in ihrer Brust zu einer Nuss zusammen doch sie lächelte tapfer „Ich weiß das du das nicht wolltest...ich bin dir nicht böse...“ versicherte sie dann leise „Ich glaube nur das ich mich langsam mal auf den Weg machen sollte. Es ist schon spät undso..."
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