HERZLICH WILLKOMMEN IM A MAGICAL LIFE. WIR SIND EIN MAGISCHES RPG, DAS SEIT DEM 06. NOVEMBER 2006 BESTEHT UND URSPRÜNGLICH AUF EINER BELIEBTEN SIEBENTEILIGEN BÜCHERREIHE UM EINEN JUNGEN ZAUBERLEHRLING BASIERTE. INZWISCHEN SPIELEN WIR NACH EIGENER STORYLINE IN DEN POLITISCHEN WIRRUNGEN ZWISCHEN VORHERRSCHAFT DES ALTHERGEBRACHTEN UND HUNGER AUF UMBRUCH, SIND IM DISCORD ZEITALTER ANGEKOMMEN UND BIETEN EINEM BUNTEN HAUFEN AN CHARAKTER- UND STORYIDEEN EIN ZUHAUSE. WIR FREUEN UNS IMMER ÜBER ZUWACHS <3
Splitter, der Orden und die ehemaligen Todesser haben den gemeinsamen Feind Atlas Yaxley, bekämpfen sich aber auch gegenseitig – jede Gruppierung strebt auf ihre Art nach Macht. Eine Übersicht über die aktuellen politischen Wirrungen findet ihr HIER
Reinblüter:innen und Todesser:innen fühlen sich in diesen Zeiten eindeutig zu sicher in ihren eigenen Wohnzimmern und das will Splitter ändern. Deshalb planen sie eine ausdrucksstarke Aktion mit Bomben durch das Flohnetzwerk.
» NEUGIERIG?
Eine Quidditchbenefizveranstaltung auf Hogwarts während der Sommerpause der Saison soll neue Spenden für das Schloss generieren. Es gibt Häppchen, Konfetti und gut gelaunte C-Sportler.
» NEUGIERIG?
Florence entstammt einer reinblütigen Familie, die über die gesamte Welt verstreut lebt. Sie selbst hat es bisher in noch keinem Land besonders lang gehalten, sie reist an die Orte, an denen ihre Kunden ihr Aufträge zur professionellen Fälschung von Dokumenten erteilen. Sie unterstützt ihren Bruder Maleko in dessen politischen Ambitionen, hat kürzlich geheiratet und ist Mutter eines Sohnes geworden.
Florence entstammt einer reinblütigen Familie, die über die gesamte Welt verstreut lebt. Sie selbst hat es bisher in noch keinem Land besonders lang gehalten, sie reist an die Orte, an denen ihre Kunden ihr Aufträge zur professionellen Fälschung von Dokumenten erteilen. Sie unterstützt ihren Bruder Maleko in dessen politischen Ambitionen, hat kürzlich geheiratet und ist Mutter eines Sohnes geworden.
schwangerschaftsfreuden
Florence bittet James um Hilfe | Sonntag, 1. November | nachmittags
Florence hatte sicherlich nicht geplant ihren miserablen Zustand auch noch dadurch dramatisch zu verstärken, dass sie James direkt in die Arme fiel. Im Gegenteil, in allen Szenarien, die sich vorstellen konnte, was das ja noch das peinlichste, aber sie hatte es eben auch nicht im Griff. Und wenn sie mal einen Moment ehrlich war, dann war es wohl für sie und auch für das Baby gut, dass James in diesem Moment da war und dass sie sich von einem recht muskulösen Mann hatte schwängern lassen, denn er konnte verhindern, dass sie tatsächlich fiel und sich zu allen Beschwerden der verdammten Schwangerschaft auch noch fiese Verletzungen oder sonst was zuzog. So richtig bekam sie das jedoch gar nicht mit, denn für einen Moment wurde ihr einfach schwarz vor Augen und als sie die Augen wieder öffnete und James Gesicht vor ihr nicht mehr wackelte, nahm sie war, dass sie beide auf dem Boden hockten. Also, James saß und sie lag irgendwie in seinen Armen und das war einfach alles so furchtbar, dass sie sich ihrem Schicksal einfach nur noch ergeben konnte. Sie brauchte ein paar Sekunden um alles in ihrem Kopf wieder einordnen zu können und erst recht um auf James Fragen zu antworten, die so vorsichtig und ruhig gestellt wurden, als wäre sie eine von seinen geistesgestörten Patienten, die man ja nicht aufregen durfte. Das war ja echt klasse. „Ich weiß“, brachte sie noch ein bisschen schwach raus. „Tut mir leid, mein Kreislauf… mir ist nur kurz schwummrig geworden,.“ Zugegebenermaßen half es, dass er ihre Beine hochhielt und wenn sie ehrlich war, dann schadete seine Hand an ihrer auch nicht, denn sie hatte das Gefühl sein Tagen keine warmen Finger mehr gehabt zu haben („Die Durchblutung ist genauso durcheinander wie ihre Hormone, ha ha“, hatte der nichtsnutzige Heiler gesagt) und James Hand war warm und angenehm. „Ja, du kannst mir jetzt aufhelfen“, sagte sie dann schon wieder ein bisschen bestimmter und ließ sich von James auf die Füße ziehen, wobei sie sich mehr an ihn lehnte als wirklich zu gehen. „Kannst du wohl sagen“, presste sie zwischen den Zähnen hervor und ließ sich von ihm bis zum Sofa geleiten, wo man sehr gut sehen konnte, dass sie hier fast ausnahmslos die letzten Tage verbracht habe. „Sorry, dass hier nicht aufgeräumt ist, das Kind scheint es sich in den Kopf gesetzt zu haben mich komplett aus de Verkehr zu ziehen.“ Sie ließ sich schwerfällig in die Kissen fallen und legte auch gleich die Beine wieder hoch, versuchte dann ruhig durchzuatmen und sich wieder zu sammeln. „Im Prinzip ist das eine gute Einleitung dazu, weshalb ich dich hergebeten habe“, begann sie dann nach einer Pause. „Glaub mir, ich habe versucht das selbst zu regeln, aber es gibt da einige Dinge in der Schwangerschaft, oder jedenfalls in meiner, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe und ich… musste feststellen, dass ich Hilfe gebrauchen könnte.“ Da endete sie erstmal und sah James an um seine Reaktion abzuwarten.
James ist ein russischer junger Mann mit unstillbarer Reiselust und einem großen Interesse für die menschliche Psyche. Auf seinen Reisen war er stets auf der Suche nach Lösungen für psychische Probleme und er kommt neu nach London um diese Lösungen am menschlichen Objekt auszutesten. Sein treuster Begleiter ist sein Hund Balu, welcher seine extremen Stimmungsschwankungen auszugleichen hilft und ihm ein guter Kumpel ist, wo er Menschen nicht so nah kennenlernen möchte.
James eilt zur Hilfe || 01. November || Florence‘ Wohnungs
James fing nicht gerade oft schwangere Frauen auf, generell war das irgendwie ein bisschen komisch und gleichzeitig machte James sich gerade große Sorgen. Zum Glück machte sie schnell die Augen wieder auf und James konnte sich darüber beruhigen, dass Florence wieder wach war, atmete und auch nicht den Anschein machte als würde sie gleich sterben. Er hielt sie gut fest, wartete ab bis sie wieder ein bisschen mehr da war. "Muss dir nicht Leid tun, hab gehört sowas passiert öfter in einer Schwangerschaft", sagte James so ruhig wie möglich. Ganz genau wusste er ja leider nicht was genau Florence schon so an Vorsorgeuntersuchungen gemacht hatte und wie gesund sie wirklich war. Erstmal waren das aber uach nicht die Fragen, die er jetzt klären musste, erstmal galt es Florence zu stabilisieren und anschließend würden sie ja vielleicht ein paar Worte wechseln, gerade herrschte in James auch noch großes Chaos. Sie schien ja relativ schnell wieder zu sich zu kommen, immerhin entschied sie dann auch bald wieder auf die Füße gestellt zu werden. James gab sich echt große Mühe um ihr angemessen ins Wohnzimmer zu helfen, ihr dabei nicht nahe zu treten, denn so richtig wusste er nicht wie sie reagieren würde und was das hier war. "Mach dir keine Gedanken, bei mir sieht es auch so aus und ich habe keinen Fötus im Bauch .... oder Embryo?", sagte James in dem Versuch sie aufzumuntern. "Hmh, scheint es ja erfolgreich geschafft zu haben", sagte James mitleidig und half ihr dann aufs Sofa. "Brauchst du was? Wasser?", fragte James und rückte die Kissen ein wenig zurecht, die unter ihren Knien lagen. Dann sah er sie aufmerksam an, denn sie schien ihm ja was sagen zu wollen. Irgendwie wusste er nicht so ganz was für Gefühle das in ihm auslöste, aber er war auf jeden Fall aufgeregt und da war auch ein kurzer Stich der Freude. "Florence, ich helf dir sehr gern", schickte er erstmal vorweg, denn das war ja sein ernster Wunsch gewesen, sobald er von dieser Schwangerschaft gewusst hatte. "Was sind das für Dinge? Was kann ich für dich tun? Was brauchst du von mir?", fragte James nach, sah Florence offen an und hoffte echt, dass er Florence bei diesem Anliegen helfen konnte.
Florence entstammt einer reinblütigen Familie, die über die gesamte Welt verstreut lebt. Sie selbst hat es bisher in noch keinem Land besonders lang gehalten, sie reist an die Orte, an denen ihre Kunden ihr Aufträge zur professionellen Fälschung von Dokumenten erteilen. Sie unterstützt ihren Bruder Maleko in dessen politischen Ambitionen, hat kürzlich geheiratet und ist Mutter eines Sohnes geworden.
schwangerschaftsfreuden
Florence bittet James um Hilfe | Sonntag, 1. November | nachmittags
Florence war sich kurz unsicher, ob sie sich vielleicht übergeben musste. Von der Ohnmachtsattacke oder von der Feststellung, dass sie von James gestützt und halb getragen werden musste, das war eigentlich beides gleich schlimm und schon allein ein Grund um sich zu übergeben. Von dem Zeitpunkt an, da sie wusste, dass sie schwanger war, hatte sie sich so sehr vorgenommen eine Power-Schwangere zu sein und der Welt zu beweisen, dass einen dieser Zustand von nichts abhalten musste und hatte sich schon vorgestellt, wie sie Kunden, die ihren Bauch anglotzen würden, direkt einen fiesen Fluch aufhetzte. Sie hatte einfach wirklich nicht damit gerechnet, dass schwanger sein für sie bedeutete, die Wohnung einfach überhaupt nicht mehr verlassen zu können. Oder halbfremde Männer, von denen sie nicht geplant hatte mehr als ein bisschen Spaß und guten Sex zu wollen, um Hilfe bitten zu müssen. Dabei bewies James auch jetzt wieder, dass er einfach ein netter Mensch zu sein schien und Florence wusste gar nicht, ob es das nicht noch schlimmer machte. Aber sie hatte auch einfach gerade keine Wahl und vielleicht sollte sie sich da auch mal zusammenreißen, immerhin hätte es ja auch wirklich schlimmer kommen können als mit James in dieser Situation. Er war sogar so schrecklich nett und versuchte den Zustand ihrer Wohnung (und ihrer selbst) herunterzuspielen und einen Scherz zu machen. Sie rang sich ein halb verzweifeltes „hmpff“ ab. „Wie viele Schwangere kennst du so?“, fragte sie dann gleich hinterher, denn vielleicht hatte er ja echt Ahnung und war so ein Gutmensch, dass er in seiner Freizeit immer schwangeren Frauen in Not half. Florence hatte sonst wirklich keine Probleme damit ihre Wohnung auf Vordermann zu halten, eigentlich hatte sie bisher auch keine Probleme damit ihr Leben auf Vordermann zu halten, aber das schien dieses Kind in ihr ändern zu wollen. „Wirklich beruhigend, da bin ich ja noch richtig gut drab“, erwiderte sie trocken auf James nächsten Aufheiterungsversuch, rang sich dann aber doch ein schwaches Lächeln ab. So sehr sie alles daran hasste, dass er jetzt hier sein musste, konnte sie sich auch dem Gefühl nicht erwehren ein bisschen erleichtert zu sein. „Bisher macht es eher den Anschein, als würde es ein Poltergeist werden“, sagte sie und strich sich geistesabwesend über den Bauch, während sie sich erschöpft wieder in die Sofakissen sinken ließ, die sie die letzten Tage schon fast durchgängig beherbergt hatten. Sein Angebot winkte sie ab und kramte stattdessen nach ihrem Zauberstab um sich aus dem Wasserkrug neben dem Sofa etwas in ein Glas einzuschenken. Er sollte sehen, dass sie immerhin dazu in der Lage war. Sie trank ein paar Schlucke und beeilte sich dann gleich weitersprechen, ehe sie die nächste Stimmungsschwankung überkam und sie ihn entweder wild beschimpfte oder heulend in den Armen lag. Gerade traute sie sich und ihrem Bauch da wirklich nicht über den Weg.
Im Prinzip hatte sie ja schon geahnt, dass James kein übler Typ war. Deswegen hatte sie ja auch wirklich gern Zeit mit ihm verbracht und sich auch mehr als einmal mit ihm abgegeben. Und auch jetzt enttäuschte er sie da echt nicht, war aufmerksam und bot ihr sofort seine Hilfe an. Er konnte ja nichts dafür, dass Hilfsbereitschaft ihre schlimmster Alptraum war und sie es begrüßt hätte, wenn er ein bisschen mehr Arschloch gewesen wäre. Aber so zwang er sie immerhin nicht zu betteln, dann wäre sie vielleicht lieber hier auf diesem Sofa dahingesiecht. „Danke“, rang sie sich also erstmal ab um seine Angebot da zu würdigen. „Ich habe dir ja gesagt, dass für dich keine Verpflichtungen entstehen und das gilt auch weiterhin. Aber es gibt Dinge, die ich allein gerade nicht schaffen kann und die nutzlosen Heiler haben dafür keine andere Lösung, als mir ein Bett im Mungos anzubieten, was auf gar keinen Fall in Frage kommt“, sprach sie weiter und ihr Blick verdunkelte sich für einen Moment bei dem Gedanken, jeden Morgen von einem furchtbar gut gelaunten Pfleger geweckt zu werden. Da würde es eventuell Tote geben. „Ich… kann mich gerade nicht besonders gut fortbewegen, meine Beine, na ja, du hast es gerade mitbekommen und ich will dich mit den Schwächen meines schwangeren Körpers auch nicht weiter langweilen, aber heben und tragen geht auch nicht gerade gut und auch wenn ich sowas mit Magie zu regeln pflege, so scheint auch das nicht so zuverlässig zu funktionieren mit einem Poltergeist im Bauch.“ Sie machte eine kurze Pause. „Also wenn es dir nichts ausmachen würde, vielleicht ab und an mal etwas einzukaufen oder mich dabei zu unterstützen hier…“, sie sah auf die leeren Pizzakartons neben dem Sofa und spürte wie sich alles in ihr dagegen wehrte, gerade so wenig im Griff zu haben, „… hier für Ordnung zu sorgen. Und.“ Sie holte noch mal Luft, am besten ratterte sie gleich alles ab. „Ich muss ein paar Termine bei den Heilern wahrnehmen. Ich will nicht, dass du meine Hand hältst oder ähnlichen Quatsch, nur, wenn du mich bis hin begleiten könntest. Quasi sicher stellen, dass ich dort ankomme und nicht vorher umfalle.“ Sie musste sich wirklich sehr zusammenreißen ihn jetzt anzusehen. „Natürlich nur wenn es deine Zeit und deine Arbeit erlauben.“
James ist ein russischer junger Mann mit unstillbarer Reiselust und einem großen Interesse für die menschliche Psyche. Auf seinen Reisen war er stets auf der Suche nach Lösungen für psychische Probleme und er kommt neu nach London um diese Lösungen am menschlichen Objekt auszutesten. Sein treuster Begleiter ist sein Hund Balu, welcher seine extremen Stimmungsschwankungen auszugleichen hilft und ihm ein guter Kumpel ist, wo er Menschen nicht so nah kennenlernen möchte.
James eilt zur Hilfe || 01. November || Florence‘ Wohnungs
James hatte echt einige Probleme, aber keines davon umfasste den Zustand dieser Wohnung. Das hier war nicht, was sich mit ein paar Reinigungszaubern nicht wieder richten lassen würde, da war er mal ganz optimistisch. „Ich kenn bisher nicht so viele Schwangere, da hast du schon Recht“, gab er mit einem kleinen Lachen zu. Tatsächlich verbrachte er ja eigentlich noch lieber Zeit mit Menschen nackt, die gar nicht erst schwanger werden konnten und er hatte auch keine engen Freudinnen im mittleren Alter. „Hmh, klingt nach einem sympathischen Kind. Tut mir echt Leid, dass diese Schwangerschaft dich so sehr durchrüttelt“, brachte er da mal sein Bedauern zum Ausdruck, denn das war schon nicht ohne und in seinen Augen war es schon ne Nummer sich mal eben so auf ne Schwangerschaft einzustellen. Es war echt krass diesen Bauch zu sehen und zu wissen, dass da ein Kind drin war. Ihr Kind. Sein Kind. Das resignierte Gefühl kam zurück, denn auch wenn er über dieses Kind schon dachte, dass er hier der Vater war. Florence schien ja nicht mehr überwiegend zu denken, dass er aus der Sache herauszuhalten war, aber trotzdem hatte James nicht den Eindruck als wäre es ihr Anliegen ihn plötzlich total an der Sache zu beteiligen. Ihm blieb nicht so viel übrig als einfach abzuwarten, freundlich zu bleiben und Florence wenigstens den Anschein von Sicherheit zu vermitteln.
Florence war vielleicht ein bisschen komisch, aber nicht wirklich übel – gleichzeitig hatte James den Eindruck als wäre es ne ziemlich schwierige Nummer sich mit ihr wirklich eng zu verstehen. Er hatte echt kein Problem damit ihr hier Hilfe anzubieten und er würde das auch immer wieder tun, denn damit brach er sich echt keinen Zacken aus der Krone. „Hmh“, machte er, denn sie stellte sofort klar, dass er keine Rechte und Pflichten erhalten würde. Sie setzte zu einer langen Erklärung an und versuchte ihm zu vermitteln warum alle anderen Optionen nicht in Frage kamen oder in irgendeiner anderen Form nicht okay waren. Er nickte. „Ja klar, kein Problem“, sagte er knapp und wollte da eigentlich keine große Sache draus machen. „Gib mir mal die Termine durch, dann schaue ich, dass du wir eine Lösung dafür finden. Und Ordnung halten und einkaufen sollte bei mir ja noch mit Magie funktionieren“, sagte er, fand das jetzt echt kein großes Ding und sah sich um. „Soll ich mal einen Haushaltszauber hier durchjagen und du schreibst mir auf was ich einkaufen soll?“, fragte er, denn das schien ihm die sinnvollste Lösung. Er sah sie an, auch wenn er wusste, dass ihr das unangenehm war.
Florence entstammt einer reinblütigen Familie, die über die gesamte Welt verstreut lebt. Sie selbst hat es bisher in noch keinem Land besonders lang gehalten, sie reist an die Orte, an denen ihre Kunden ihr Aufträge zur professionellen Fälschung von Dokumenten erteilen. Sie unterstützt ihren Bruder Maleko in dessen politischen Ambitionen, hat kürzlich geheiratet und ist Mutter eines Sohnes geworden.
schwangerschaftsfreuden
Florence bittet James um Hilfe | Sonntag, 1. November | nachmittags
Immerhin schien James Schwangerenbetreuung nicht als Hobby zu pflegen und obwohl Florence keine Informationen über seine Familienverhältnisse hatte (oder wollte), hatte sie von ihren bisherigen Gesprächen nicht den Eindruck, dass James sich täglich mit vielen Babys oder Kindern von Schwestern und Brüdern umgab. Das war ja eher in Florence eigener Familie der Fall und wenn sie denen schon mal eine Eule geschickt hätte, dann wären da garantiert auch schon einige vorbeigeschneit, ihre Mutter als erstes. Aber auch dazu war sie bisher zu stolz gewesen, denn in ihrer Familie bekam man Kinder eher nebenbei und sie hatte bisher noch bei keinem mitbekommen, dass man dazu nutzlos auf der Couch herumliegen und einen jämmerlichen Eindruck vermitteln musste. Geschweige denn Fremde (was schon ein merkwürdiger Begriff für den Kindsvater war) um Hilfe bitten.
Da war James vielleicht noch das kleinere Übel und Florence begann sich sogar ein kleines bisschen zu entspannen, weil er bisher einfach nett reagierte und kein großes Drama fabrizierte. Das tat sie am ehesten selbst oder eben der Poltergeist in ihr. Sie zuckte etwas unschlüssig mit den Schultern. „Tja, offenbar kann man sich das nicht aussuchen. Das sagen die Heiler zumindest und sie sagen auch, dass es man es als Schwangere nur schlimmer machen kann, wenn man es zu verbissen sieht. Allerdings waren die meisten Männer und ich hätte sie gern mal gefragt, wie unverbissen sie das sehen würden, wenn sie einen Winzling in sich trügen, der verhindert dass sie zur Arbeit gehen und Geld verdienen können“, erzählte von einem ihrer letzten Besuche im Mungos. Auf Befehl zu entspannen und vor allem hinzunehmen, dass sie auf etwas keinen Einfluss hatte, war wirklich nicht so ihr Ding. „Ich muss die Situation wohl gerade so hinnehmen, wie sie ist und ehrlich gesagt gefällt mir das nicht besonders gut“, sagte sie dann doch ziemlich ehrlich.
Das war ja auch eine gute Vorübung für die ehrlichen Bitten, die sie dann an James richtete. Dabei achtete sie vor allem darauf ihm klar zu machen, dass sie darüber hinaus nichts von ihm erwartete, was mit seiner Vaterschaft für das Kind zu tun hatte, dachte allerdings, dass das auch ganz in James Sinne wäre. In Florence Kopf würde James sowieso kein Interesse an diesem Kind zeigen, das durch Zufall entstanden war. Jetzt und hier enttäuschte er sie jedenfalls nicht und Florence musste kurz schlucken, weil er es so klingen ließ, als wäre das das normalste von der Welt, dass er einer erwachsenen Frau, die er wenig kannte, im Haushalt und beim einkaufen half. Florence fühlte sich plötzlich sehr alt und gebrechlich. „Das ist wirklich… nett von dir“, erwiderte sie noch etwas zögerlich. „Der nächste Vorsorgetermin ist in zwei Wochen“, sagte sie, „da schauen sie dann ob es wirklich ein Mensch ist und dann kann man wohl auch schon sagen Junge oder Mädchen.“ Sie versuchte da möglichst beiläufig zu klingen. Sie folgte seinem Blick durch die Wohnung und befand, dass sie dieses Angebot besser nicht abschlagen sollte, wer wusste, wann James wiederkommen würde und ob sie bis dahin nicht in Pizzakartons erstickt wäre. „Ja bitte“, sagte sie also und spürte, wie ihr ein kleiner Stein vom Herzen fiel, als James seinen Zauberstab schwang und ihre Wohnung, bzw. der Müll darin in Bewegung kam. „Das ist wirklich eine Hilfe, hast du das gewusst, dass sie Schwangerschaft sogar die magischen Fähigkeiten beeinflussen kann?“, fragte sie, während ein paar Taschentücher an ihr vorbeischwebten. Sie angelte nach einem losen Stück Pergament und einer Feder und kritzelte ein paar Grundnahrungsmittel darauf, hielt kurz inne und beäugte James, ehe sie die Schultern zuckte und auch Meerrettich, Erdnussbutter, Sirup mit Eierlikörgeschmack, Pfefferminztörtchen und eingelegte Silberzwiebeln aufschrieb. Das würde ihn vermutlich auch nicht mehr abschrecken, sagte sie sich und übergab ihm die Liste.
James ist ein russischer junger Mann mit unstillbarer Reiselust und einem großen Interesse für die menschliche Psyche. Auf seinen Reisen war er stets auf der Suche nach Lösungen für psychische Probleme und er kommt neu nach London um diese Lösungen am menschlichen Objekt auszutesten. Sein treuster Begleiter ist sein Hund Balu, welcher seine extremen Stimmungsschwankungen auszugleichen hilft und ihm ein guter Kumpel ist, wo er Menschen nicht so nah kennenlernen möchte.
James eilt zur Hilfe || 01. November || Florence‘ Wohnungs
James hatte in seinem Leben noch nicht so viel Kontakt zu Schwangeren gehabt und das alles war ihm wirklich fremd. Mit Kindern kannte er sich auch gar nicht aus, da war er ehrlich und es war hier alles auch eine ziemliche Überforderung für ihn, aber er hatte das Gefühl, dass er auf gar keinen Fall die Nerven verlieren durfte, weil sonst Florence erst recht die Nerven verlieren würde. Er war bereit sich die größte Mühe zu geben, dass Florence hier nicht in ihrem eigenen Elend versinken musste und wollte ihr echt helfen. „Klingt nachvollziehbar, scheiße ist es trotzdem“, sagte James dennoch, wollte sie aber nicht länger bemitleiden. „Ist Geld bei dir gerade ein Problem?“, fragte er sehr sachlich nach. Nach ihrer recht klaren Ansage dazu, dass er weder Rechte noch Pflichten hatte an diesem Kind, war ihm schon klar, dass er keinen Unterhalt oder sonst was an Florence zahlen würde, aber es schien ihm einfach höflich da mal nachzufragen. „Kann ich noch was tun, damit du mit der Situation gelassener umgehen kannst? An welchen Stellen kann ich dir Hilfe anbieten?“, wollte er wissen. Ihr anscheinend massives Problem mit Abhängigkeit von anderen Menschen konnte und wollte er auch nicht für sie lösen, aber er war sich sicher, dass es da für Florence einiges zum Nachdenken geben konnte, wenn sie bereit wäre da mal genauer hinzusehen.
Immerhin gelang es ihr ganz gut ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse vorzubringen und James achtete darauf dies einfach anzunehmen. Das wollte er ihr wirklich gerne ermöglichen. „Gut, dann bringe ich dich hin, gib mir einfach noch die Uhrzeit durch“, sagte James so spontan und entspannt wie möglich. Gleichzeitig klopfte ihm bei dem Gedanken ganz schön das Herz, dass man jetzt schon sehen konnte, ob dieses Kind ein Mädchen oder ein Junge sein würde und auch wenn er das nicht so aussprechen würde, ob SEIN Kind ein Junge oder ein Mädchen werden würde. „Verrückt, dass man das so früh schon sieht“, meinte er dann aber und gab sich wirklich Mühe da nicht zu aufgeregt zu wirken. Es machte ihm wirklich keine Mühe Florence mal grad zu helfen und ihre Wohnung ein bisschen aufzuräumen und schöner zu hinterlassen. Sein Zauber wirbelte durch ihre Wohnung und räumte alles auf, der Müll stapelte sich an der Tür, sodass James den gleich mitnehmen konnte. „Ne, das wusste ich nicht“, sagte er beiläufig. „Aber zugegeben wusste ich generell nicht so viel über Schwangerschaften, ich habe da ehrlich gesagt keine Vorerfahrungen“, gab James mit einem kleinen Grinsen zu. Vielleicht beruhigte sie das ja ein bisschen. Ihre Einkaufsliste nahm James gerne entgegen und steckte sie einfach ein, er wollte da gar nicht drauf gucken und sich fragen wofür sie manche Dinge brauchen konnte. „Besorg ich dir, reicht das wenn ich es dir gleich vorbeibringe?“, fragte James. Florence bejahte dies und James erledigte was hier noch zu erledigen war, ging einkaufen und brachte dann später die Lebensmittel zu Florence. Sie einigten sich darauf, dass Florence sich melden würde, wenn sie Hilfe benötigte und irgendwie freute James sich in den kommenden Tagen wirklich auf diese anstehende Untersuchung im Mungos.