25.09.2023, 11:12 - Wörter:
Calista Borgin⤅ hochverschuldete Inhaberin des ebenso hochtraditionellen Antiquitäten- und Reliktgeschäftes „Borgin & Burkes“ ⤅ ehem. angestellte Anwältin für Anfechtungsprozesse vor dem Zaubergamot (oder einfach: diejenige, die versucht hat Todesser, nach begangenen Schandtaten wieder mit ihren verzweifelten Familien zu vereinen) ⤅ 29 Jahre jung ⤅ ehem. Ravenclaw, mitsamt Bücherwurmtendenz und kurzweiligem Vorsitz im Zauberschachclub des Internats ⤅ zu intelligent, um emotional von Entwicklungen in der Welt kaltgelassen zu werden = hyperemotionales Sensibelchen ⤅ Idealismus schlägt Angstzustände, also: meistens jedenfalls? ⤅ *insert manic ex-girlfriend-meme here* ⤅ unfähig, die eigenen Bedürfnisse klar genug zu kommunizieren, um Konflikte vollständig zu vermeiden & zugleich ungemein harmoniebedürftig ⤅ trust issues® ⤅ nutzt Fortescues Eissalon als Wohnzimmer ⤅ betätigt sich nach Ladenschluss als freischaffende Putzhexe, um ihre einzige Angestellte ausreichend bezahlen zu können ⤅ opferbereites Ordensmitglied, ohne jede Absicht das „Borgin & Burkes“ jemals wieder zu einem Hort illegaler Aktivitäten zu machen ⤅ Familienverräterin, die nach Kriegsende bereitwillig mit dem Ministerium kooperierte und so zur Verurteilung so mancher ehem. Kund*in beitrug ⤅ (everybody loves) Imogen Poots
Herzlinie
~ November 1969: Geburt in Newcastle-upon-Tyne
~ Juli 1978: Manifestation der magischen Begabung infolge der Frustration über die Fürsorgepflicht für ihre jüngere Halbschwester Pandora Borgin (* ~ Mai 1978)
September 1980: Einschulung auf Hogwarts und Häuserzuordnung (Ravenclaw)
Oktober 1985 bis ~ Frühjahr 1986: halböffentliche Beziehung mit Cadmus Burke
1987 – 1990: jur. Grundausbildung in der Abteilung für internationales magisches Recht nach Abschluss mit überdurchschnittlichen ZAG-Leistungen
1990 – 1998: angestellte Juristin in einer Kanzlei für Apellationsverfahren (in ihrer Perspektive: Menschenrechtsaktivistin gegen die unrechtmäßige Inhaftierung von verurteilten Todesser*innen in Askaban, eigentlich: Helfershelferin des reinblütigen Geldadels, um liebgewonnen Familienmitglieder zu rehabilitieren)
~ 1997/1998: nach vorsichtigen Annäherungsversuchen selbstverpflichtetes Mitglied im Orden des Phönix, nach dem Kriegsende offener Verrat an der Familie (Übergabe aller Geschäftsdokumente des Borgin & Burkes), zuvor kurzfristige Inhaftierung im Rahmen der Durchsuchung des Geschäfts, Abwenden einer Anklage durch Kooperation und mangels Nachweisen direkter Verstrickung in Todesseraktivitäten, dennoch: Verlust der juristischen Reputation, die berufliche Umorientierung erfordert → Aufkaufen der burkschen Anteile am Geschäft vom Ministerium und alleinige Führung des berühmten Antiquitätengeschäftes
1999: bestehender Schuldenberg durch furchtbare Geschäftsbedingungen, Existenzängste vs. Stolz und emotionale Verbundenheit mit dem Familienerbe führten dazu, dass Calista sogar wieder eine Angestellte beschäftigt, die sie nunmehr nur dadurch bezahlen kann, dass sie in der Mittagspause und in den Nächten mehreren Nebenjobs nachgeht (+ während des Inplayzeitraums nach einem One-Night-Stand mit einem Ex-Freund im ersten Trimester schwanger)
soziales Herz
Obwohl es gar nicht so fernläge Calista als „soziale Orchidee“ zu bezeichnen, hat sie es in der Vergangenheit doch bereits bewerkstelligt mehr oder weniger stabile Freundschaften und Beziehungen auf die Beine zu stellen. Unglücklicherweise gab es nun allerdings einen groben Bruch in ihrem Leben, der ihr bestehendes Sicherheitsnetz aus Kontakten ruckartig in Stück gerissen hat. Was ihr etwa von der Familie blieb, sind zwei Verwandte im Gefängnis (Vater und Großvater) und eine Halbschwester, der sie nach intensiven Erbstreitigkeiten nicht mehr unter die Augen tritt. Ähnlich verhält es sich ehemaligen Kolleg*innen aus der Ausbildungszeit im Ministerium oder der Tätigkeit in der Kanzlei. Würde die Borgin nach alten Namen suchen, so müsste sie bedrückt feststellen, dass die Wege oft genug nicht nur in die Nordsee, sondern gar auf verschiedenste Dorffriedhöfe führen würden. Überlebende hingegen haben zumeist eigene Gründe, sich dem dem Kontakt zu verweigern. Ehemalige Todesser*innen halten Calista (wohl gar nicht ganz unberechtigt) die inkriminierende Zusammenarbeit mit dem Ministerium vor. Zahlreiche Ordensmitglieder behandelten sie schon in Kriegszeiten stets (abermals nicht gänzlich unbegründet) mit einigem Argwohn, was die sensible Ex-Ravenclaw natürlich nie vergessen hat. Hinzu kommt, dass man ihre Übernahme des Familiengeschäftes und ihren erneuten Einsatz für Ex-Todesser*innen nach dem Krieg ebenso nicht unbedingt wertschätzte. Ihr soziales Grab schaufelte sich Calista allerdings selbst. Nichts, das sie leugnen würde. Letztlich liegt ihr eben schlicht zu viel an manchen Geistern der Vergangenheit. Kann sie nicht loslassen, was eigentlich schon seit mehr als einem Jahrzehnt vergangen ist. Ihr aktuelles Dilemma gründet sich in einer tiefen Verbundenheit mit Cadmus Burke, dessen desaströse Karriere sie auch als Folge ihres Versagens sieht. Die bedrückende Niederlage ihrer Liebe, die kein Ende kennt. Wer verstehen möchte, wieso die Borgin im Krieg manchmal beinahe erratisch handelte, muss dabei in Betracht ziehen, dass sie für eine Weile zurück zu Cadmus fand – und ihn abermals nicht vor sich selbst retten konnte. Ohnehin nicht mehr als ein nobles Ziel, das sie schon vor vierzehn Jahren in selbstzerstörerischen Tendenzen aufgehen ließ. Ferner auch ein Schatten über ihrer Beziehung zu jenem Mann, der ihr nach dem Burke erstmals wieder ein Gefühl von Geborgenheit gab. Einem Ministeriumsmitarbeiter aus gutem Hause, für den Calista zum rechten Zeitpunkt sogar mit ihren Gewohnheiten gebrochen hätte, wenn sich nicht seine Familie gegen das Paar gestellt hätte. Abermals eine scharfe Trennlinie also, die Hoffnungen nahm und ihr kürzlich nach einem überaus intensiven Wiedersehen eine bis dato unbekannte Herausforderung einbrachte.
Damit wäre der Beziehungsexkurs dann (vorläufig) vollständig, aber nicht erklärt, weshalb so ein langer Text überhaupt nötig war, aye? Okay, ertappt. Es ist nur so, dass sich alle weiteren Beziehungen, Freundschaften und Bekanntschaften Calistas vor dieser Folie abspielen dürften. Gerade ihr verhängnisvolles Verhältnis zu Cadmus dürfte vielen ehemaligen Mitschüler*innen bekannt sein und vermutlich auch der definierende Punkt in dem Bild sein, das sie Borgin hinterlassen hat. Abgesehen von ihrem „öffentlichen“ Auftreten an seiner Seite ist sie schließlich keine besonders extrovertierte Person gewesen. Hochempathisch und freundlich zu jeder Kund*in bzw. jedem ehemaligen Klient*in, eine aufopfernde und hilfsbereite Bekanntschaft, aber – eben keine Person, die aus sich selbst heraus je den Drang verspürt hätte, sich irgendwie in der Öffentlichkeit zu profilieren. Höchstens noch als Gesicht derjenigen, die in Askaban keine Stimme mehr hatten, aber eben nie in eigener Sache.
Herztausch
Womit dann natürlich vorerst offenbliebe, was hier überhaupt gesucht wird. So kompliziert das bisher vermutlich klang, so simpel ist es dann doch oft eine gemeinsame Vergangenheit zu finden. Neben Cadmus gab es schließlich noch einen weiteren Mann in ihrem Leben, neben der Isolation im Borgin & Burkes eine Vergangenheit in der weiten Welt des Ministeriums und Juristerei, abseits ihres kleinen WG-Zimmers sogar die bunten Eisbecher bei Fortescues. Im Detail könnte ich daher folgende Vorschläge machen, die absolut keine Vollständigkeit beanspruchen.
Ehemalige Mitschüler*innen oder generell Hogwartskontakte wären sicher spannend, weil sie Calista dazu bringen könnten auch ihre (entfernte) Vergangenheit endlich zu reflektieren. Ex-Todesser bzw. ehem. Klient*innen könnten sie ebenso dazu bringen, ihre Taten endlich zu sortieren, wie es wohl auch aktive Mitglieder im Orden des Phönix könnten. Über das „Borgin & Burkes“ bestünde weiterhin eine sehr offene Anschlussmöglichkeit für Gelegenheitseinkäufe oder Katastrophentourismus. Wer noch direkten Kontakt möchte, kann Calista auch als Putzfee buchen, was quasi die dekadentere Option gegenüber Hauselfen ist, wie ihr bisheriger Stammkunde Joseph Lichtwitz sicher bestätigen könnte. Daneben wäre sie sich auch für allerlei weiteren Aufgaben nicht zu schade. Magische Umzugshilfe? Sekt verteilen auf Partys? Alles schon gemacht. (Oh, und weil ich es fast vergessen hätte und bisher ja nur lose angedeutet habe: Calista ist WG-Bewohnerin und falls sich irgendwo noch ein freies Zimmer findet, dann würde sie das natürlich auch gerne nehmen!)
καλημέρα! Kate #3, diesmal mit einem personifizierten Phoebe-Bridgers-Song. Calista wurde bereits an einem anderen Board bespielt, geht ursprünglich auf ein Gesuch von Fiffi zurück und sucht nun dringend nach einem neuen Zuhause. Anders als bei Sappho oder Eilidh sehe ich bei meiner Borgin allerdings einige Fallstricke, da sie ursprünglich auf ein akademisch-magisches Ausbildungssystem zugeschnitten war – und es in ihrer alten Heimat keine Charaktere mit Bindung an das „Borgin & Burkes“ gab. Diese Vorstellung ist deshalb auch eher ein Versuch abzuklopfen, ob meine Variante einer „guten“ Borgin bei euch umsetzbar wäre. Immerhin ist der Laden ja durchaus ein plotrelevanter Ort in der Vergangenheit gewesen, weswegen ich Bedenken zur Neuausrichtung auch absolut nachvollziehen kann. Anyway, über Feedback und Anschlussvorschläge/-möglichkeiten für Calista würde ich mich in jedem Fall sehr freuen - und dann gerne gemeinsam mit euch ins Grübeln darüber kommen, was unter Umständen noch verändert werden könnte/müsste.
(Ein letzter Hinweis: Diese Vorstellung kommt eher zu früh als zu spät, weil sie natürlich vorbehaltlich der noch ausstehenden Eilidh-Posts eingestellt wurde.)
). Fände ich auf alle Fälle interessant, eine lockere Freundschaft, die sich inplaytechnisch vielleicht festigen könnte?




