11.02.2023, 17:43 - Wörter:
Wer ich bin? Das weiß ich selbst nicht mehr. Gerne erzähle ich euch stattdessen, wer ich die letzten Jahre war. Geboren wurde ich als Tochter von Cygnus und Druella Black und wenn ihr jetzt schon durch zusammengekniffene Lippen die Luft einsaugt, dann wartet mal ab. Mit dem Familiennamen Black durchs Leben zu gehen hatte für mich immer mehr Nachteile, als Vorteile. Traditionen, reines Blut, klassische Familienrollen - das Alles (und leider noch viel viel mehr) gingen mit diesem Namen einher. Es war ein goldenes Gefängnis, dem ich Merlin sei Dank recht früh entkommen konnte. Obwohl ich in Hogwarts im Haus Slytherin war, hatte ich schon immer viele Freunde in den anderen Häusern. Meine Schwestern Bellatrix und Narzissa konnten das nie nachvollziehen, aber was soll ich sagen?! Die anderen Schüler und Schülerinnen waren eben auch nett!
So kam es, dass ich meine erste große Liebe kennen lernte - Edward Tonks. Ein junger, total verpeilter, aber absolut liebenswürdiger Hufflepuff. Seine Haare standen immer zu Berge und seine Pergamente mit den 'selbstgeschriebenen' Hausaufgaben kamen selten ohne einen Knick beim Professor an. Er brauchte nicht lange um mich zu kämpfen, ich bin eigentlich sofort Butter in seinen Händen gewesen. Ich wusste, DIESEN Kerl würde ich später heiraten. Und auch, wenn die romantischen Vorstellungen von 16-Jährigen Teenagern nicht immer in Erfüllung gehen, so hatte ich einfach besonders viel Glück. Als ich 18 Jahre alt war heiratete ich diesen notorischen Zuspätkommer. Ich wusste schon damals, dass ich für immer mein Leben mit ihm verbringen möchte. Und dass ich seine irrwitzigen Frisuren gerne an unsere Kinder weitergeben möchte. Schneller als gedacht wurde ich dann tatsächlich schwanger und bekam ein kerngesundes und zuckersüßes Mädchen. Schon kurz nach der Geburt färbte sich der sanfte Flaum auf ihrem Kopf pastellrosa und uns war klar: sie hatte eine ganz besondere Gabe. Das sorgte ehrlicherweise für ziemlich viele lustige Momente in unserer Familie. Solche Momente, bei denen einen der Bauch vor lauter Lachen weh tut, die kennt ihr doch bestimmt auch! Diese wunderbaren liebevollen Momente, in denen man so voller Glückseligkeit ist, dass man glatt anfangen könnte zu weinen. Wie habe ich diese Momente geliebt...
Obwohl ich mit meiner Hochzeit den Familiennamen Black abgelegt habe, verfolgte er mich auf Schritt und Tritt. Ich wusste, dass ich meiner Tochter diesen ganzen Ideologie-Scheiß ersparen möchte und habe den Kontakt zu meiner gesamten Familie abgebrochen. Ehrlicherweise waren sowieso nicht mehr so viele übrig, denn nachdem ich Ted geheiratet habe, hatte sich das Feld von alleine ziemlich ausgedünnt. Doch ab dem Zeitpunkt wo ich eine Tochter hatte, wusste ich, dass wir in England nicht mehr sicher sein würden. Wir ließen unsere Heimat schweren Herzens hinter uns und bereisten die Welt. Wir blieben nicht länger als ein paar Jahre, ehe wir immer wieder weiter zogen. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es immer einfach war. Klar, am Strand aufzuwachen und direkt surfen gehen zu können ist toll, aber was war der Preis dafür? Vor allem für meine Tochter brach es mir mein Herz. Dieses kleine aufgeweckte Ding immer wieder aus ihrer Umgebung reißen zu müssen war für mich das Schwierigste daran. Ich wusste, dass sie überall auf dieser Welt Freunde finden würde, aber sie schon in so jungen Jahren mit dem Thema Verlust in Kontakt zu bringen war für mich wirklich schwer.
Kurz nachdem meine Tonks dann den Brief von Hogwarts bekam stand für uns fest, dass wir zurückkehren würden. Wir mussten. Und wir wollten. Meine Kleine würde im Schloss sicher vor meiner eigenen Familie sein und Ted und ich, wir kamen schon klar.
Wir hatten wieder viel mehr Zeit uns um uns selbst zu kümmern und verliebten uns noch mal ganz neu ineinander. Wir waren glücklich. Wenn ich heute daran zurück denke, weiß ich, dass wir diese Momente viel mehr hätten schätzen müssen. Ich vermisse seine Lache, seine dicken Umarmungen und seine Kopfstreicheleinheiten, wenn ich wieder mal nicht schlafen konnte. Ich vermisse einfach alles an ihm. Dieser Mensch war meine bessere Hälfte und dass er seit zwei Jahren nicht mehr an meiner Seite ist bricht mir das Herz. Ich vermisse ihn jede Sekunde.
Mit dem Zaubererkrieg zwischen Voldemort und den Guten trat ich dem Orden des Phönix bei. Meine Gesinnung war natürlich schon immer gut, aber ich habe lange versucht mich aus allem raus zu halten, doch nachdem meine eigene Tochter an vorderster Front kämpft, konnte ich nicht anders, als alles in Bewegung zu setzen und zu helfen. Wir haben viele gute Freunde gefunden, die ich heute nicht mehr missen möchte, doch aktuell schaffe ich es nicht mehr so gut den Kontakt zu halten. Nach Teds Tod fiel mir das Alles so schwer... ich würde meinen alten Freunden gerne sagen, wie leid es mir tut, doch auch das muss wohl noch etwas warten. Obwohl es nun schon zwei Jahre her ist, habe ich an diesem Verlust noch immer zu Knabbern. Ich lenke mich viel lieber ab und versuchte das Gedankenkarussell zu ignorieren.
Das klappt aktuell erstaunlich gut. Dank meiner mittlerweile nicht mehr ganz so kleinen Tochter habe ich mir in den letzten Monaten überlegt, dass eine politische Laufbahn mir gut tun würde. Ach, was rede ich da... DAS IST GENAU DAS RICHTIGE FÜR MICH! So, das musste jetzt einfach mal raus. Ich habe große Pläne für die magische Gemeinschaft in Großbritannien und glaube, dass ich perfekt für den Posten als Zaubereiministerin geschaffen bin, doch leider war ich zu spät dran. Vor einigen Wochen wurde der neue Zaubereiminister Atlas Yaxley bekannt gegeben und ich... Tja, ich hätte niemals gedacht, dass dieses Amt wieder durch Korruption und Bestechung besetzt werden würde. Ich wollte mich zur Kandidaten aufstellen lassen, war jedoch viel zu spät dran. Und außerdem habe ich mich nicht getraut. Ich weiß nicht, ob ich so eine große Aufgabe alleine bewältigen kann. Tonks unterstützt mich wo sie nur kann, doch in Gedanken frage ich mich immer 'was würde Ted wohl darüber denken?'. Und ich weiß: er würde wollen, dass ich das durchziehe. Er wäre verdammt stolz auf mich! Er hat schon immer versucht mich mehr und mehr aus meinem Schneckenhaus heraus zu locken, doch ich war mein Leben lang sehr hartnäckig. Meine Komfortzone ist mir eben heilig! Aber jetzt... Jetzt ist es endlich Zeit aus mir heraus zu kommen. Atlas Yaxley ist kein geeigneter Anführer für unsere Gemeinschaft. Das weiß ich. Und ich werde alle Hebel in Bewegung setzen ihn von seinem Posten zu verdrängen.
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Hallo Leute!
Uff, das wurde länger, als geplant. Sorry dafür!
Ich habe einfach angefangen zu tippen und dann wollte es nicht mehr aufhören. Tatsächlich habe ich ein paar Dinge übersprungen, immerhin wollte ich keinen normalen Lebenslauf schreiben, aber für alte Bekannte sind die Stationen vielleicht noch ganz interessant: - nach Hogwarts eine Ausbildung im Ministerium angefangen -> diese dann nach kurzer Zeit abgebrochen
- von 1973 bis 1984 auf der Flucht vor ihrer Familie (Amerika, Indonesien, Portugal und sicher noch einige andere)
- 1984 Rückkehr, Ted und Andromeda wohnen in Nordirland und schicken Tonks nach Hogwarts
- Andromeda setzt ihre angefangene Ausbildung im Ministerium fort und arbeitet im Anschluss als Vergiss-mich
- irgendwann wechselt Andromeda in die Mysteriumsabteilung
- 1995 ca. wird Andromeda selbst Mitglied im Orden des Phönix, weil ihre Tochter sich darin so engagiert
- 1998 Ted stirbt, ihr Enkelsohn wird geboren
- 1999 Andromeda überlegt kurz vor der Wahl zum Zaubereiminister sich ebenfalls als Kandidatin aufstellen zu lassen, traut sich das dann doch nicht zu und macht einen Rückzieher
Zum aktuellen Inplayzeitraum ist sie emotional sehr überfordert. Sie knabbert immer noch an dem Verlust ihres Mannes, ärgert sich, dass sie doch nicht für den Posten kandidiert hat und möchte jetzt alles daran setzen das irgendwie doch noch zu retten. Gleichzeitig kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie langsam wieder ein bisschen die Fühler ausstreckt, wieder mehr am Leben teilnehmen möchte und ihre altbekannte Stärke langsam aber sicher zurückkehrt, die ihr mit dem Tod ihres Mannes verloren gegangen ist.
Suchen tu ich also eigentlich so gut wie alles
ich schätze einige Kontakte wird es in der Vergangenheit schon gegeben haben und andere werden sich vielleicht in der Zukunft auf tun - ich freue mich auf jeden Fall über alles, was ihr mir vor die Füße werfen wollt! *zieht sich eine Schutzweste an* WERFT WAS DAS ZEUG HÄLT!
Nessi <3
ANDROMEDA!!
) zu schulzeiten drin! zu zeiten des 1. krieges hat sich rita noch absolut der wahrheit verschrieben und eine gnadenlose berichterstattung über den krieg, seine folgen und die prozesse geführt - möglicherweise etwas, das andromeda insgeheim imponiert haben könnte, während sie ihre artikel aus der ferne verfolgte? mittlerweile macht rita es sich aber lieber einfach, sie leitet den feuilleton des tagespropheten und legt wenig wert auf die faktenlage ihrer stories - hauptsache, sie knallen! 