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Weihnachtsmarkt 1998
Von 23.12.1998 bis 23.12.1998
(for one day) ![]() ![]() I'm gonna think about new years day I don't care what I have to pay let the good times roll 'cause christmas comes but once a year Es war erst eine Schnapsidee gewesen. Auf der einen Seite forderte das Gläserputzen bei Aberforth zwar durchaus die Muskeln in seinem Handgelenk, weniger allerdings die in seinem Hirn, so dass er da sehr viel Zeit zum Nachdenken und Schmieden von Schnapsideen hatte, auf der anderen Seite hatte er seit der gewonnenen Schlacht um Hogwarts so eine unstillbare Unruhe in sich. Da kam es ihm fast recht, dass es beim Wiederaufbau von Hogwarts mehr als genug zu tun gab. Mithilfe vieler anderer Freiwilliger hatte Dean in den Wochen geschuftet und geackert, hatte seinen Muskeln und auch seinen Zauberfähigkeiten einiges zu tun gegeben und dabei war der Dezember beinahe unbemerkt an ihm vorbeigeflogen. Erst in dem Moment, in dem er von Professor Flitwick darauf hingewiesen worden war, dass die Kiste, die er gerade mit dem Fuß in eine andere Ecke des Raumes befördern wollte, die Weihnachtsdekoration für die Große Halle beinhaltete und er doch bitte etwas sorgsamer damit umgehen möge, wurde ihm klar, dass beinahe schon Weihnachten war und er es gar nicht so richtig registriert hatte, Konnte man ja schon mal vergessen, im Eifer eines alles entscheidenden Endkampfes und der großes Aufräumaktion danach. Also hatte Dean seinen beim Aufräumen wenig genutzten Hirnmuskel angestrengt und einen Plan geschmiedet. In den nächsten Tagen hatte er den meisten der Ladenbesitzer in Hogsmeade einen konspirativen Besuch abgestattet und dabei seinen ganzen Charme spielen lassen. Wobei das vielleicht gar nicht unbedingt nötig gewesen wäre, denn allein mit den Worten Weihnachten und für den guten Zweck und für all die harte Arbeit, die die Freiwilligen geleistet haben und nicht zuletzt auch gute Publicity hatte er bei den meisten offene Türen eingerannt. Er hatte es sogar geschafft Aberforth die Idee auszureden seinen „berühmten Geheimpunsch“ ausschenken zu wollen, denn nach Verköstigung von eben diesem waren ihm und Seamus schnell klar geworden, dass sich sich arglose Weihnachtsmarktbesucher danach sicher nicht mehr auf die kleine Eislaufbahn oder die Eisrutsche begeben würden. Fast alle hatten schließlich ihre Teilnahme zugesagt und so war Dean am Morgen des 23. Dezember eifrig mit dabei, kleine Holzbuden aufzubauen, große Thermosbehältnisse umherzuschleppen und Obst und gebrannte Nüsse hübsch in der Auslage zu drapieren. Es sollte eine kleine Oase inmitten der Aufbauarbeiten und Neuordnung der magischen Welt sein, eine kleine Auszeit vom Kopfzerbrechen über politische Lager und der Fortsetzung des Schulbetriebs - ein Weihnachtsmarkt für einen Tag. Quasi als Belohnung für alle Unterstützerinnen und Unterstützer der letzten Wochen und als Erinnerung, dass zwar lange noch nicht alles gut war, aber vieles so viel besser. Allein, dass Dean ohne Kapuze und im legalen Besitz seines Zauberstabs am frühen Abend zwischen den erleuchteten Buden umherspazieren und in aller Ruhe an einem kandierten Apfel knabbern konnte, fühlte sich wahnsinnig gut und vielleicht war es die Kombination aus diesem Glücksgefühl und dem heißen Elfenwein, den er schon intus hatte. Hogsmeade war echt über sich hinaus gewachsen und sie hatten es sogar geschafft eine kleine Eisbahn in der Mitte des Dorfes entstehen zu lassen. Es gab einen Crêpes Stand, in dem sich der dünne Teig von selbst auf den heißen Platten verteilte und sich dann um flüssige Schokolade wickelte, Kinder tranken heißen Kürbissaft, während die Eltern Stärkeres bevorzugten und neben der Eisbahn gab ein bunt zusammengemischter Chor aus Zauberern und Hexen Weihnachtslieder zum Besten. Deans ganzer Stolz allerdings war die Rutschbahn, die sich zwischen den Buden erhob. Hier konnte man sich ganz oben auf Stück Stoff setzen (die Profis legten sich natürlich für die Aerodynamik), das magisch verändert worden war, so dass es die Gesetze der Reibung außer Kraft setzte und dann mit ordentlichem Karacho herunter sausen. Stimmen, die Einwände darüber hatten laut werden lassen, on man nicht seitlich herausschießen konnte, hatte er geflissentlich überhört. Dean grüßte rechts und links viele bekannte Gesichter, alle mit einem breiten Grinsen und Vorfreude im Gesicht - auf den nächsten heißen Elfenwein, Schokoerdbeeren, deren Schokolade im Mund wieder flüssig wurde oder heimliche Küsse am Süßigkeitenstand, der beständig von Liebesbotschaften singenden Lebkuchenherzen beschallt wurde - und steuerte mit seinem halben kandierten Apfel dann zielstrebig auf die Rutschbahn zu. Er plante einen neuen Rekord aufzustellen. Jetzt konnte Weihnachten wirklich kommen.
DIESE SZENEN HEIZEN DEM PLOT ORDENTLICH EIN
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