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Eine "neue" Ministerin
Von 05.05.1998 bis 05.05.1998
KOMM, WIR REISSEN DIE WÄNDE EIN leb' einen Traum, von wegen, das glaubt mir doch jeder Alles in diesem Raum kam Megaira so fremd vor. Der Schreibtisch, die Wand, das Fenster, die Tür. Einfach alles. Fremd, kalt und unbelebt. Sie befand sich im Büro der Zaubereiministerin. Aber dieser Satz war so nicht ganz richtig, denn sie befand sich in ihrem eigenen Büro, sie war jetzt Zaubereiministerin. Seit wenigen Stunden erst, kein Wunder, dass sich alles so fremd anfühlte. Aber Megaira bezweifelte, dass sie sich jemals wohl fühlen konnte in diesem Raum. Sie konnte sich wirklich nicht daran erinnern, dass sie jemals hier gewesen war, dabei war doch ihre eigene Zwillingsschwester hier täglich ein und aus gegangen. Bis vor einigen Tagen jedenfalls. Nemesis Rosier war keine Zaubereiministerin mehr, denn sie war tot. Ermordet. Von wem eigentlich? Megaira hatte den Namen des Abschaums immer noch nicht erfahren, doch sobald sie einen Namen wusste, würde sie denjenigen aufsuchen und seinem kläglichen Leben ein Ende bereiten. Die Todesserin bemerkte gar nicht wie sich ihre Hand vor Wut zu einer Faust ballte. Warum sollte sie demjenigen eigentlich den Gefallen tun und ihn töten? Sie war Zaubereiministerin und sie hatte jetzt die Erlaubnis alles mögliche mit ihm zu tun. Askaban war da nur eine von vielen möglichen Optionen. Warum zur Hölle hatte der dunkle Lord eigentlich die Entscheidung getroffen, dass man sie zur Ministerin machte? Wäre Megaira innerlich nicht vor Wut und Trauer zerfressen, hätte sie jetzt gerne laut losgelacht. Doch stattdessen starrte sie nur auf den Stapel Dokumente, der vor ihr auf dem Schreibtisch lag. Dokumente, die von ihr unterzeichnet werden sollten. Denn das war jetzt ihr Job als Ministerin. Die Todesserin hatte wirklich keinen blassen Schimmer was ihre Schwester in ihrer Amtszeit als Ministerin überhaupt getan hatte. Was waren ihre Pflichten gewesen? Was MACHTE man als Minister der Zauberergesellschaft? Sie hatte wirklich keine Ahnung, woher auch? Spöttisch betrachtete sie den Strauß Blumen, der auf dem Schreibtisch in einer Vase stand. „Mögest Du die richtigen Entscheidungen treffen.“ stand dort auf einer Karte geschrieben. Wer auch immer den hier abgeliefert hatte, gehörte ebenfalls nach Askaban gesteckt. Megaira erhob sich langsam vom Schreibtischstuhl. Dann nahm sie die gläserne Vase samt Blumenstrauß in beide Hände und ließ sie nach wenigen Augenblicken mit voller Wucht auf den Boden fallen. Scherben flogen nach allen Seiten und das Wasser verteilte sich auf dem gesamten Boden. Megairas Lippen hatten sich in einen dünnen Strich verwandelt und ihre Augen glitzerten verdächtig.
DIESE SZENEN HEIZEN DEM PLOT ORDENTLICH EIN
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